Agenda 2018

Lesen Sie hier, welche Themen und Vorhaben der amtierende Vorstand als Schwerpunkte seiner Arbeit in den kommenden vier Jahren definiert hat.

Der Deutsche Museumsbund e.V. ist die Interessenvertretung der deutschen Museen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Verband wird durch den Vorstand vertreten. Als von der Mitgliederversammlung im Mai 2014 gewählte Vertreter der deutschen Museumslandschaft fühlen wir uns Museen aller Größen, Sparten und Trägerschaften wie auch deren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gleichermaßen verpflichtet. Mit unserer Arbeit setzen wir uns für den Erhalt der vielfältigen Museumslandschaft Deutschlands ein, für eine qualitätvolle Museumsarbeit sowie gute Arbeitsbedingungen für das Museumspersonal und eine auskömmliche Finanzierung der Museen. Unser Engagement wird getragen von der Überzeugung, dass Museen einen unverzichtbaren Beitrag zur Gestaltung einer zukunftsfähigen Gesellschaft leisten. Folgende Themen und Vorhaben hat der amtierende Vorstand als Schwerpunkte seiner Arbeit in den kommenden vier Jahren definiert:

Weiterentwicklung des Deutschen Museumsbunds
– als Bundesverband die Interessen der Museen gegenüber Politik und Gesellschaft stärker vertreten
– Bestandsaufnahme der deutschen Museumslandschaft unter Berücksichtigung der Mitgliederstruktur umsetzen
– neue Mitglieder, insbesondere in den östlichen Bundesländern gewinnen
– die Struktur des Verbands hinsichtlich der Repräsentanz für die Museumsszene entwickeln
– Dienstleistungsangebote für die Mitglieder weiter aufbauen
– die öffentliche Wahrnehmung des Verbands stärken
– die Präsenz in den sozialen Netzwerken ausbauen 100 Jahre Deutscher Museumsbund e.V.
– ein Konzept für die Feierlichkeiten zum 100-jährigen des Verbands im Jahr 2017 vorbereiten und entsprechend umsetzen

Vernetzung
– eng mit Museumsorganisationen und museumsrelevanten Einrichtungen auf europäischer, nationaler und regionaler Ebene zusammenarbeiten
– die Geschäftsstelle des Netzwerkes Europäischer Museumsorganisationen (NEMO) weiterführen
– mit anderen Bundeskulturverbänden vernetzen und die Museumsinteressen in der kulturpolitischen Diskussion stärken
– bestehende Kooperationen pflegen sowie neue Partner zur Entwicklung und Umsetzung von Projekten gewinnen, beispielsweise im Bereich Kulturgüterschutz
– Expertennetzwerke ausbauen und stärken Arbeitswelt
– „Leitfaden für das wissenschaftliche Volontariat am Museum“ aktualisieren und die Position der Volontärinnen und Volontäre in den Museen unterstützen und stärken
– Leitfaden „Berufe im Museum“ mit dem Ziel überarbeiten, die Arbeitsbereiche im Museum realistisch abzubilden und transparenter darzulegen, die bestehenden Entgeltsysteme darzustellen und auf eine angemessene und vergleichbare Entlohnung hinzuwirken.
– weitere Handreichungen und Instrumente zur Qualifizierung in der Museumsarbeit entwickeln Ehrenamt
– Stellenwert und Möglichkeiten ehrenamtlichen Engagements im Museum deutlich machen
– in Zusammenarbeit mit den Landesverbänden die Bedürfnisse und Herausforderungen ehrenamtlich betriebener Museen stärker in den Blick nehmen.

Museumsmanagement
– Entwicklungen hinsichtlich Professionalisierung im Museumsmanagement aufgreifen und thematisieren
– mit innovativen Fortbildungsinitiativen kooperieren, wie beispielsweise der Museumsakademie Museion21

Kulturelle Bildung
– das Engagement des Verbands in diesem Bereich fortführen und durch neue Projekte gestalten
– die Datenbank www.museumbildet.de kommunizieren und weiterentwickeln
– die Ziele der Förderinitiative „Kultur macht stark“ und das damit verbundene Projekt „Museum macht stark“ engagiert weiterverfolgen

Inklusion und kulturelle Teilhabe
– das Engagements des Verbands in diesem Bereich fortführen und Themen im Bewusstsein der Museen wie der Träger und der Öffentlichkeit stärken
– den Leitfaden „Museen, Migration und kulturelle Vielfalt“ veröffentlichen, kommunizieren und seine Umsetzung konstruktiv begleiten
– die Zusammenarbeit mit Verbänden und Initiativen im Bereich der kulturellen Teilhabe weiter aufbauen

(Provenienz-)Forschung
– Provenienzforschung als Thema und Aufgabe der Museen kommunizieren, fördern und darauf hinzuwirken, diese als dauerhafte Aufgabe der Museen zu verankern
– Über diesen Kontext hinaus die Museen grundsätzlich als forschende Einrichtungen stärken und in der Öffentlichkeit als solche profilieren.

Digitalisierung
– für die fach- und materialgerechte Digitalisierung und Erschließung von Objekten und deren langfristige elektronische Sicherung eintreten
– im Interesse der Museen die Bedingungen für die Online-Veröffentlichung von urheberrechtlich geschützten Werken verbessern, beispielsweise durch Verhandlungen mit der VG Bildkunst
– sich die Weiterentwicklung der Deutschen Digitalen Bibliothek einbringen, um diese als Plattform für Museen besser nutzbar zu machen

In den vergangenen Jahren ist der Deutsche Museumsbund in erheblichem Maße gewachsen und hat seine Arbeit professionalisiert. Durch die Umsetzung von verschiedenen Projekten durch die Geschäftsstelle und die engagierte ehrenamtliche Arbeit der Vorstandsmitglieder, der Sprecherinnen und Sprecher der Fachgruppen und Arbeitskreise wie vieler weiterer Museumsexperten konnten wir zahlreiche Leitfäden zur praktischen Museumsarbeit auf den Weg bringen, mit unseren Tagungen aktuellen Themen der Museumswelt diskutieren und in der „Museumskunde“ publizieren sowie unsere Position als Ansprechpartner für die Politik und Meinungsbildner in der Öffentlichkeit ausbauen und schärfen. Diesen Weg wird der amtierende Vorstand in seiner Amtszeit 2014 – 2018 konsequent weiter verfolgen.

Prof. Dr. Eckart Köhne, Präsident, Prof. Dr. Wiebke Ahrndt, Vizepräsidentin sowie als Beisitzerinnen und Beisitzer Dr. Christina Haak, Gregor Isenbort, Robert Kirchmaier, Dr. Susanne Köstering, Dr. Ulrike Lorenz, Dr. Gabriele Uelsberg, Ulrike Stottrop, JanChristian Warnecke

Berlin, im November 2014