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Ethik & Standards 

Forschen, Ausstellen, Vermitteln

"Die wichtigste Aufgabe des Museums ist es, seine Sammlungen für die Zukunft zu bewahren und sie mit Hilfe von Forschung, Bildungsarbeit, Dauer- und Sonderausstellungen sowie Sonderveranstaltungen für die Entwicklung und Verbreiterung von Wissen zu nutzen" (ICOM-Code von 2001, Ziffer 2.9). Sammeln ist also nicht Selbstzweck, sondern Grundlage konkreter Arbeit. Die Forschung im Museum geht von seinem Sammlungsauftrag und den Objekten aus und ist Grundlage für Ausstellungen und museumspädagogische Maßnahmen. Ihre Ergebnisse werden der Fachwelt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

 

Auch die Vermittlungsarbeit (Museumspädagogik) geht von den Sammlungen aus, die sie mit ihren Hintergründen und Zusammenhängen durch unterschiedliche Angebote und Methoden für alle Besucher und Gruppen erschließt.

 

Ferner muss sich die Gestaltung von Dauer- und Wechselausstellungen an ethische Prinzipien halten. Zunächst steht die Erhaltung des Museumsgutes im Vordergrund.

 

Die Freiheit von Kunst und Lehre nach Art. 5.3 GG kann zu Konflikten mit dem Schutz der persönlichen Ehre (Art. 5.2 GG), mit der Menschenwürde (Art. 1.1 GG) oder mit den Empfindungen, vor allem solchen religiöser Art, von Menschen führen. In kritischen Fällen sind daher besonderes Verantwortungsgefühl, Sensibilität und Zivilcourage nötig. Politische oder weltanschauliche Indoktrinierung sind bei Ausstellungen in Museen zu vermeiden.

 

Besondere Sensibilität erfordert der Umgang mit menschlichen Überresten, denn die Unantastbarkeit der Würde des Menschen hat auch für den toten Menschen zu gelten. Menschliche Überreste sollten daher nur gezeigt werden, wenn damit ernsthaft Wissen und Einsichten vermittelt werden. "Menschliche Überreste und Gegenstände von religiöser Bedeutung ... müssen mit viel Taktgefühl und Achtung vor den Gefühlen der Menschenwürde aller Völker ausgestellt werden" (ICOM-Code, Ziffer 4.3.).

 

Bei Gegenständen von religiöser Bedeutung kann es sich um religiöse Bilder, Reliquien oder Kultgerät handeln. Vor allem ethnographische Museen müssen mögliche Vorbehalte anderer Völker gegen die Zurschaustellung ihrer sakralen Objekte kennen und ggf. respektieren.


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