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Ethik & Standards 

Persönliches Verhalten

Schon 1918 veröffentlichte der Deutsche Museumsbund "Grundsätze über das Verhalten gegenüber dem Kunsthandel und dem Publikum". Im ICOM-Code spielt der "professional conduct" eine große Rolle, denn: "In einem Museum, ob privat oder öffentlich finanziert, beschäftigt zu sein, ist eine verantwortungsvolle gesellschaftliche Aufgabe. Daher müssen Museumsangestellte integer sein, gemäß strengsten ethischen Prinzipien handeln (...)". Konkretisiert werden die Loyalität gegenüber dem Museum und den Kollegen, die Verpflichtung zur ständigen Weiterbildung und zur Pflege der Sammlungen, zur Weitergabe ihres Wissens an Kollegen, Forschende und Studierende.

 

Besonderes Gewicht legen die Ethik-Codices auf die Vermeidung von Interessenkonflikten, auch von Handlungen, die als Interessenkonflikt ausgelegt werden könnten. Daraus ergeben sich einige Konsequenzen, die von den meisten Museumsleuten als ethische Gebote beachtet werden. So gilt es als nicht vertretbar, dass Museumsleute im Handel mit solchen Objekten, wie sie auch ihr Museum sammelt, tätig sind, sei es direkt, sei es indirekt (z. B. durch den Lebenspartner). Derartiger Handel verhindert auch eine Mitgliedschaft bei ICOM (vgl. Statuten, Ziffer 7.5). Größte Zurückhaltung ist bei Gutachten geboten: solche mit Wertangaben sind nur bei Einrichtungen wie Museen, Behörden oder Gerichten vertretbar. Zu Interessenkonflikten oder dem Verdacht eines solchen kann auch die private Sammlung eines Museumsmitarbeiters führen. Deshalb ist anzuraten und wird von vielen Museen ausdrücklich verlangt, dass Mitarbeiter für die Zeit ihrer Tätigkeit keine eigene Sammlung auf dem Sammlungsauftrag des Museums entsprechenden Gebieten betreiben bzw. eine bestehende Sammlung ruhen lassen. Kunstwerke oder Objekte zum Schmuck der eigenen Wohnung sind allerdings zweifellos zulässig, desgleichen Sammlungen von "museumsfernen" Objekten.

 

Kein Ethik-Kodex hat Gesetzescharakter. Dennoch fühlen sich die Museumsmitarbeiterinnen und -mitarbeiter an ethische Normen gebunden, die nach längerer Entwicklung allgemein anerkannt und in verschiedenen Codices formuliert sind. ICOM setzt die Anerkennung seines Code durch die Mitgliedschaft voraus (Code: Preamble, Statutes, Ziffer 2.2. u. 9.1d) und verpflichtet darauf auch die Trägerinstitutionen: "Ein Träger darf niemals ... Handlungen verlangen, die als Verletzung dieser 'Ethischen Richtlinien', nationaler Gesetze oder fachspezifischer Richtlinien angesehen werden könnten" (Code, Ziffer 1.16).


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