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Geschichte & Definition 

Professionalisierung

Für jedes Museum ist eine Leitung auf wissenschaftlicher Basis in Festanstellung anzustreben. Ein großer Teil der Museen wird jedoch nach wie vor neben- oder ehrenamtlich geleitet.

 

Stand die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts im Zeichen der Herausbildung spezieller Museumsberufe, so ist die des 20. Jahrhunderts gekennzeichnet durch die zunehmende Spezialisierung einerseits bei geforderter Generalisierung andererseits. Seinerzeit hatten in Kunstmuseen Kunsthistoriker die Künstler als Museumsdirektoren abgelöst. Fachliche Qualifikation in der für das jeweilige Museum maßgebenden Wissenschaft war die Voraussetzung für die Tätigkeit eines Wissenschaftlers im Museum geworden. Nach der fast ausschließlich theoretischen Ausbildung an der Hochschule erfolgte die Erlernung der praktischen Seite des Museumsberufes in der Praxis, sei es im Volontariat, sei es bereits in fester Anstellung. Erst die letzten Jahrzehnte brachten auch museologische oder museumskundliche Aspekte in die Ausbildung ein. Ein Defizit in der herkömmlichen Ausbildung liegt in Management-Qualifikationen, in wirtschaftlichen, juristischen, administrativen, kommunikativen, publizistischen und pädagogischen Kenntnissen und Fähigkeiten. Einiges kann in der Praxis erworben werden durch "learning by doing", eine systematische Vermittlung dieser Fähigkeiten liegt aber noch in den Anfängen und ist immer wieder Thema von Fachtagungen und Publikationen. Von allen an Museen Tätigen wird zunehmend die Kenntnis und Beachtung einer eigenen Museums-Ethik erwartet.

 

Neben dem "klassischen" Kurator haben andere Spezialberufe - beispielsweise Restauratoren und Museumspädagogen - im Museum größere Bedeutung bekommen. Aber auch deren Ausbildung ist bisher nicht oder nur unzureichend geregelt. Eine weitere Berufsgruppe, in der DDR seit langem bestehend, sind die Museologen bzw. Museumskundler, die an eigenen Fachhochschulen in Leipzig und Berlin ausgebildet werden.

 

Eine traditionelle Eigenart des deutschen Museumswesens ist die Einrichtung des wissenschaftlichen Volontariats. Über eine Dauer von zwei Jahren soll jungen Wissenschaftlern mit Hochschulabschluss die Praxis der Museumsarbeit vermittelt werden. Auch hier bedürfen Curricula, Status und Vergütung noch wesentlicher Verbesserungen und klarerer Regelungen.


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