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HomeDas MuseumStrukturen > Der Bund und die Museen
Strukturen 

Eine Vollfinanzierung von Museen durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, einer obersten Bundesbehörde, stellt in der deutschen Museumslandschaft die Ausnahme dar. In der Regel sind die Sitzländer, zum Teil auch die Gemeinden, bei Bundesbeteiligung an einem Museum in die Trägerschaft und Finanzierung der Einrichtung mit eingebunden (z.B. Staatliche Museen zu Berlin - Stiftung Preußischer Kulturbesitz, Stiftung Weimarer Klassik und Kunstsammlungen).

 

Mit Hinweis auf das gesamtstaatliche Interesse werden in Bonn das Haus der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und in Berlin das Deutsche Historische Museum gefördert. Darüber hinaus beteiligt sich der Bund an öffentlich-rechtlichen Stiftungen, die dem Andenken herausragender Politiker dienen und ebenfalls von gesamtstaatlicher Bedeutung sind (z.B. Stiftung Bundeskanzler Adenauer-Haus in Rhöndorf, Stiftung Reichspräsident-Friedrich-Ebert-Gedenkstätte in Heidelberg, Otto-von-Bismarck-Stiftung in Friedrichsruh) sowie an Museen der ehemaligen deutschen Ost- und Siedlungsgebiete: Auf Grundlage des Bundesvertriebenengesetzes haben Bund, Länder und Gemeinden Landesmuseen errichtet, deren Aufgabe es ist, die Zeugnisse der deutschen Kultur im Osten zu sammeln, zu pflegen, zu bewahren und zu erforschen (z.B. Ostpreußisches Landesmuseum in Lüneburg, Pommersches Landesmuseum in Greifswald, Westpreußisches Landesmuseum in Münster, Schlesisches Museum in Görlitz, Museum Ostdeutsche Galerie in Regensburg).

 

Entsprechendes gilt auch für die Förderung der im Arbeitskreis selbständiger Kulturinstitute (AsKI) zusammengeschlossenen Einrichtungen: Es handelt sich hierbei um gemeinnützige, auf private Initiativen hin errichtete Institutionen von überregionaler Bedeutung (z.B. Städelsches Kunstinstitut in Frankfurt a.M., Kunsthalle Bremen, Deutsche Schillergesellschaft mit Schiller-Nationalmuseum, Bauhaus-Archiv in Berlin, Franckesche Stiftungen zu Halle).

 

Eine Förderung des Bundes erhalten ferner die Museen der Wissenschaftsgemeinschaft Leibniz. Hinter diesen ehemals als „Blaue Liste“-Museen bezeichneten Institutionen verbirgt sich die Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Zusammenarbeit bei der Bildungsplanung und Forschungsföderung (z.B. Deutsches Bergbaumuseum Bochum, Deutsches Museum München, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg, Deutsches Schiffahrtsmuseum Bremerhaven, Römisch-Germanisches Zentralmuseum Mainz).

 

Zusätzlich hierzu hat der Bund Infrastruktur-, Denkmalschutz- und weitere Hilfsprogramme für Kultureinrichtungen in den neuen Ländern eingerichtet, von denen auch die Museen profitieren: Mit dem Programm „Kultur in den neuen Ländern“ förderte der Bund den Aufbau attraktiver Kulturstätten, mit dem sog. Leuchtturm-Programm die Erhaltung und Modernisierung von national und international bedeutsamen Kultureinrichtungen.


Links

Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien - Museen und Ausstellungen

AsKI - Arbeitskreis selbständiger Kultur-Institute e.V.

WGL - Leibnitz-Gemeinschaft

 


 
 
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