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Geschichtsmuseen (FG)
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2003 Berlin
7. Mai 2003
12 - 13 Uhr
Jugendmuseum Schöneberg, Berlin
Fachgruppenangelegenheiten
Die Tagesordnung wird wie vom Fachgruppensprecher vorgeschlagen genehmigt.
TOP 1 Fachgruppentag 2003
Der Fachgruppensprecher legt ein schriftliches Konzept vor. Der Fachgruppentag wird von Samstag, dem 1. November 14 Uhr bis Montag, den 3. November 2003 stattfinden. Eine entsprechende Einladung durch den Direktor des Stadtmuseums Kassel Karl-Hermann Wegner liegt vor. Anfragen an das Museum für Hamburgische Geschichte, das Stadtmuseum Köln und das Norddeutsche Landesmuseum Altona hatten keinen Erfolg. Thema des Fachgruppentags ist Jüdische Geschichte als Teil der Stadtgeschichte. Da 1994 der erste Fachgruppentag überhaupt stattfand, gibt es in Kassel mit dem 10. Fachgruppentag ein kleines Jubiläum. Vorgesehen sind zwei Tagungstage und der Montag als Exkursionstag. Wegner wird die halbtägige Exkursion vorbereiten und sich um die Tagungslogistik kümmern. Kollegin Fast übernimmt die inhaltliche Vorbereitung. Der Fachgruppensprecher empfiehlt eine konzentrierte Tagung mit 9 Referaten (3 am Samstag, 6 am Sonntag). Da mit dem Thema die Absicht verfolgt wird, dessen Wichtigkeit im stadtgeschichtlichen Kontext zu verdeutlichen und die Ausstellungstätigkeit der Geschichtsmuseen aus verschiedensten Gründen den jüdischen Anteil an Entwicklung und Geschichte der Stadt eher ausblendet, ist es ratsam, Zeit für ausführliche Diskussion vorzusehen.
In der Diskussion wird die zeitliche Begrenzung des Themas auf das 19. und frühe 20. Jahrhundert vorgeschlagen, da die Darstellung der jüdischen Geschichte im Kontext von Emanzipation und Genese der modernen Stadt zu den (besonders) blinden Flecken der Ausstellungstätigkeit gehöre. Vergleichbares gilt gegenüber jüdischem Engagement hinsichtlich der Enstehung der Museen und ihrer Sammlungen. Es werden Beispiele aus Leipzig und Frankfurt genannt, wo die Provenienzforschung ein überaus breites und eindrucksvolles Engagement (Schenkungen, Mitgliedschaft und Mitarbeit in Trägervereinen) belegt. Im Bewußtsein der Museen gegenüber ihrer eigenen Geschichte gebe es hier offenkundig auch eher blinde Flecken. In der Diskussion zeigt sich ein Konsens die Thematik der Tagung entsprechend zu konzentrieren. Vorteilhaft daran ist nicht zuletzt, daß Ausstellungen oder Projekte und Entwicklungen konkret miteinander verglichen werden können.
Wegner wird die Stadt Kassel bezüglich eines Empfangs ansprechen.
TOP 2 Umbenennung der Fachgruppe
Der Fachgruppensprecher berichtet, daß auf der Vorstandssitzung des DMB anläßlich der Jahreshauptversammlung der Antrag der Fachgruppe auf Umbenennung diskutiert worden sei. Wie auch Koll. Schuler bestätigt, sei der Vorstand einvernehmlich zu der Auffassung gelangt, daß die Namenänderung nicht der Mitgliederversammlung zur Beschlussfassung vorgelegt werden müsse. Dies bestätigt die Auffassung der Fachgruppe. Der Antrag ist nur vorsorglich gestellt worden.
Der Fachgruppensprecher teilt mit, daß der Museumsverband Brandenburg in einem Schreiben an den Präsidenten Einwände gegen die beabsichtigte Umbenennung erhoben habe. Anwesende Vertreter des Museumsverbandes Brandenburg wiederholen die Einwände. Kritisiert werden das Verfahren der Umbenennung als "undemokratisch" und die neue Bezeichnung als "Fachgruppe Geschichtsmuseen" als Verengung des beabsichtigten Organisationsspektrums gegenüber der alten Bezeichnung "Fachgruppe für Stadt- und Heimatgeschichtliche Museen". Letzterem wird von allen, die sich in der Diskussion zu Wort melden, widersprochen. Die neue Bezeichnung sei keine Einengung, sondern eine Erweiterung.
Der Fachgruppensprecher erinnert daran, daß er nach dem Bamberger Fachgruppentag 2002, wo es nur wenige Äußerungen gegen die Umbenennung gegeben habe, in einem Schreiben an alle Mitglieder der Fachgruppe Mitte November 2002, alle über 400 Mitglieder der Fachgruppe um eine Stellungnahme bis Januar 2003 gebeten habe. Der Fachgruppensprecher trägt das Schreiben noch einmal vor. Im Schreiben wird das Ziel einer Umbennung zur Jahreshauptversammlung des DMB 2003 mitgeteilt. Im Schreiben wird weiterhin mitgeteilt, daß vor allem die Mitteilung einer Ablehnung der Umbenennung erwünscht sei und das Verfahren zugunsten einer erneuten Diskussion auf der Berliner Fachgruppensitzung gestoppt werde, wenn 30 % der Mitglieder die Umbenennung ablehnen sollten. Der Fachgruppensprecher teilt mit, daß er zehn kritische Stellungnahmen erhalten habe und 34 zustimmende.
TOP 3 Museumszertifikat
Koll. Mußmann (Konzept & SupportMuseumsberatung und Entwicklung Hannover) referiert über Qualitätsmanagement und Museumszertifikation. Er regt an, die Fachgruppe solle sich in die Bestrebungen der Schaffung eines Museumszertifikats einbinden. Denkbar sei eine gutachterliche Funktion der Fachgruppe. Die Mitgliederversammlung beschließt, die Fragen ausführlich während des Fachgruppentags in Kassel unter TOP Fachgruppenangelegenheiten zu diskutieren.
F.d.R Dr. Jürgen Steen
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