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Kulturhistorische Museen und Kunstmuseen (FG) 
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2002 Fachgruppentreffen

Bericht vom Fachgruppentreffen am 8. Mai 2002 in Nürnberg

Im Rahmen der Jahrestagung des Deutschen Museumsbundes fand das Fachgruppentreffen am 8. Mai 2002 im Auditorium des Neuen Museums in Nürnberg statt. Es begann mit einem Gespräch über die öffentliche Auseinandersetzung zum Thema "Künstlermuseum" in Düsseldorf. Ein großer Teil der Anwesenden hatte die verschiedenen Stadien dieser Diskussion miterlebt, vor allem die Fachtagung zu diesem Thema am 19. November 2001 in Düsseldorf. Einerseits zeigten sich sehr deutlich Rückhalt für den Einspruch, mit dem sich die Fachgruppe vor einem Jahr zu diesem Thema geäußert hatte, und Bestätigung, dass es in dieser Diskussion tatsächlich um zentrale Fragen unseres Berufes ging, auf der anderen Seite blieben bei einigen Anwesenden gewisse Vorbehalte gegen das Auftreten der Fachgruppe auf der politischen Ebene erhalten.

Nachdem ein Jahr zuvor in Hamburg aus der Fachgruppe das Thema "Museen und Künstlersozialkasse" angesprochen worden war, hatte Angela Gulden, Verwaltungsleiterin des Neuen Museums in Nürnberg, für dieses Treffen einen Kurzvortrag ausgearbeitet. Nach einer Einführung in die Entwicklungsgeschichte und die heutige Organisation dieser Kranken- und Rentenversicherung für künstlerisch Tätige legte sie die gesetzlichen Grundlagen und die derzeit gültigen Verfahren für die Abgaben dar, die Museen auf bestimmte "Geschäfte" wie zum Beispiel Ankäufe von Kunstwerken oder Werkverträge mit Referenten oder Gestaltern an die Künstlersozialkasse zu entrichten haben. Frau Gulden bietet allen Interessierten die Unterlagen ihres Referates an: gulden@nmn.de.

Mechtild Kronenberg, Geschäftsführerin des Deutschen Museumsbundes, berichtete, dass der Verband derzeit prüft, ob die Gründung einer Ausgleichsvereinigung für Museen möglich und sinnvoll ist, über die es möglich ist, die KSK-Abgaben pauschal abzuführen. Es wurde deutlich, dass das Thema für alle Museen wichtig und drängend ist. Die Mitglieder der Fachgruppe hoffen nun, dass eine Ausgleichsvereinigung für Museen gegründet werden kann.

Ein weiterer Tagesordnungspunkt war die Vorbereitung einer Herbsttagung zum Thema "Angebot und Nachfrage", die am 20. November 2002 im Niedersächsischen Landesmuseum Hannover stattfinden wird. Hinter dem Titel versteckt sich die Frage danach, inwieweit kulturgeschichtliche Museen und Kunstmuseen dem derzeit auf allen Ebenen empfohlenen Marktmodell folgen und ihre Arbeit an einer Nachfrage ausrichten können oder wollen. Einige Referentenzusagen liegen bereits vor, und man kann damit rechnen, dass es bei dieser Tagung zu inhaltsreichen Diskussionen kommen wird. Als mögliche andere Themen für spätere Herbsttagungen wurden in diesem Zusammenhang genannt: Sammlermuseen, Autonomie des Museums, Ankaufsetats, Sammlungsstrategien, Bewahren.

Letzte Überlegungen galten der Frage, wie weit die Fachgruppe ihre Arbeit durch eine Satzung regeln muss. Die beiden Sprecher äußerten den Wunsch, dass Grundlagen wie die Bedingungen für die Mitgliedschaft in der Fachgruppe sowie die Wahlperiode und Wiederwählbarkeit der Sprecher fest geregelt sein sollten. Sie werden der Fachgruppe im Herbst einen Entwurf einer sehr knapp gehaltenen Geschäftsordnung oder Satzung vorlegen.

 
 
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