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HomeWirGeschichte > Die Zeit nach 1933
Geschichte 

Innerhalb des Deutschen Museumsbundes waren die Leiter der wichtigsten öffentlichen Sammlungen von Gegenwartskunst vereint: Ernst Gosebruch, Hildebrand Gurlitt, Eberhard Hanfstaengl, Ludwig Justi, Gustav Pauli, Max Sauerlandt. Doch in Zeiten der Weimarer Republik und der NS-Kulturpolitik gerieten die bedeutendsten Museumsdirektoren - die kostspielige Werke französischer und anderer ausländischer Künstler erwarben - immer wieder in die Kritik, wurden entlassen oder zwangsbeurlaubt.

 

Diese Entwicklung wurde auf den Tagungen des Deutschen Museumsbundes mit Besorgnis zur Kenntnis genommen und öffentlich kritisiert – jedoch ohne nachhaltige Wirkung. Auch verkündete Werner Noack bei der Jahrestagung 1933, dass es keine geschlossenen Tagungen mehr gäbe: "Heute legt uns der Geist des neuen Deutschlands und die Disziplin des nationalsozialistischen Denkens die Verpflichtung auf, unsere Verhandlungen so zu führen, als ob sie in breitester Öffentlichkeit stattfänden."

 

Obwohl der Verband im September 1933 einen Fragenkatalog verschickte, mit dem Argumente gegen ideologische Angriffe erbeten wurden, vollzog sich die Anpassung des Deutschen Museumsbundes an die NS-Herrschaft im Laufe der ersten Jahre nahezu reibungslos. Denn ohne die prominenten und agilen Einzelmitglieder, die die Sammlungen für Gegenwartskunst geleitet hatten, war der Verband nicht mehr in der Lage, kulturpolitische Impulse zu setzen. Der Bund wurde weder verboten noch aufgelöst und existierte unter dem Vorsitzenden Noack bis 1945 weiter.


 
 
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