wiss. Mitarbeiter/in Projekt „Erstcheck Provenienzforschung“

Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V.

Bernburg

– Vollzeit
– Für die Dauer von zwei Jahren
– Bewerbungsfrist 11.08.2017

Zum frühestmöglichen Zeitpunkt sucht der Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V. eine/n wissenschaftlichen Mitarbeiter/in für die Dauer von zwei Jahren für die Durchführung des Erstchecks NS verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut in 14 Stadt- und Regionalmuseen, in 2 Naturkundemuseen und 1 Kunstmuseum sowie für die Koordinierung von bereits vorhandenen wie weiterführenden Maßnahmen zur Provenienzforschung in Sachsen-Anhalt. Träger der Maßnahme ist der Museumsverband Sachsen-Anhalt e. V., in dem die am Projekt beteiligten Einrichtungen Mitglied sind. Das Projekt wird vom Deutschen Zentrum für Kulturgutverluste und dem Land Sachsen-Anhalt gefördert.

Aufgaben:

– Mittels der Methode des Erstchecks werden die Bestände der beteiligten Museen aus der Zeit von 1933 bis 1945 als auch der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1950er Jahre hinein nach Indizien auf NS-Raubgut untersucht.
– Die Ergebnisse werden dokumentiert, präsentiert, publiziert.
– Bei Hinweisen auf Erfordernisse eines erweiterten Forschungsbedarfs werden die jeweiligen Museen entsprechend beraten.
– Durchführung von Workshops mit den am Projekt beteiligten Museen.
– Recherche zum Stand der Provenienzforschung NS verfolgungsbedingt entzogenem Raubgut in Sachsen-Anhalt und Abgleich der Ergebnisse des Erstchecks im Hinblick auf mögliche Querverbindungen.
– Vernetzung mit weiteren Projekten der Provenienzforschung in Sachsen-Anhalt und zu Forschungseinrichtungen im Land sowie außerhalb des Landes.
– Begleitung des Projekts durch eine abgestimmte Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Anforderungen:

– Abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich Geschichte, Kunstgeschichte oder vergleichbaren Studiengängen.
– Gute Kenntnisse der Geschichte des 20. Jahrhunderts ibs. der Zeit des Nationalsozialismus und möglichst der unmittelbaren Nachkriegszeit bis in die 1950er Jahre hinein sowie des Kunsthandels.
– Kenntnis der Provenienzforschung zu NS verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut und dem Diskussionsstand in Museen.
– Gute Kenntnisse in der Archivrecherche.
– Erfahrung mit Objektdatenbanken, MS-Office-Anwendungen, Internet.
– Engagement, selbständiges Arbeiten, Organisationsvermögen, ausgeprägte Team- und Kommunikationsfähigkeit.
– Besonderer Wert wird auf eine hohe Sensibilität im Umgang mit dem Thema gegenüber den beteiligten Museen und ihren Trägern sowie in der Öffentlichkeit gelegt.
– Die Tätigkeit erfordert Dienstreisen an die Orte der Museen und in die Archive. Da einige Einrichtungen dezentral liegen, ist das Vorhandensein von PKW und PKW-Führerschein von Vorteil.

Wir bieten:

Die Vergütung erfolgt nach Entgeltgruppe 13 TVöD-L und 40 Stundenwoche, Zusammenarbeit in einem kleinen motivierten Team in der Geschäftsstelle des Museumsverbandes in Bernburg. Homeoffice kann vereinbart werden.
Für weitere Auskünfte wenden Sie sich bitte an die Geschäftsführerin des Museumsverbands, Susanne Kopp-Sievers, Telefon (0 34 71) 62 81 16.
Aussagekräftige Bewerbungen schicken Sie bitte bis zum 11.08.2017, gerne auch online (pdf.- Datei bis 5 MB), an:

Museumsverband Sachsen-Anhalt e.V.
Käthe-Kollwitz-Str. 11
06406 Bernburg
E-Mail: museumsverbandsachsen-anhalt@t-online.de
www.mv-sachsen-anhalt.de

Wir bitten, Bewerbungsunterlagen nicht in Mappen oder Hüllen und auch nur als unbeglaubigte Kopien vorzulegen. Die Unterlagen werden nicht zurückgesandt sondern nach Abschluss des Verfahrens vernichtet. Wünschen Sie die Rücksendung Ihrer Unterlagen, bitten wir einen ausreichend frankierten Rückumschlag beizufügen.

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 11.08.2017