Jasmin Vogel leitet seit 2019 das Kulturforum Witten, eine kommunale Einrichtung mit fast 120 Mitarbeitenden, die Museum, Bespieltheater, Musikschule, Bibliothek, Stadtarchiv und Kulturförderung unter einem Dach vereint. Seit 2026 verantwortet sie zudem die strategische Integration des Stadtmarketings und verbindet damit Kultur, Stadtentwicklung und öffentliche Infrastruktur in einer gemeinsamen Steuerung. Sie gestaltet Transformationsprozesse an der Schnittstelle von Kultur, Verwaltung und Stadtentwicklung. Seit vielen Jahren verantwortet sie Innovationsprogramme zur strukturellen und digitalen Weiterentwicklung von Kultur- und Bildungseinrichtungen, u. a. im Rahmen des EU-Projekts smARTplaces. Für ihre Arbeit wurde sie international ausgezeichnet, darunter mit dem 1. Preis beim ZukunftsGut 2020 sowie als „Europäische Kulturmanagerin des Jahres“ 2021. Im Zentrum ihrer Arbeit steht die Weiterentwicklung öffentlicher Institutionen als soziale Infrastrukturen. Sie arbeitet daran, Entscheidungslogiken, Ressourcensteuerung und Führungspraxis so zu verändern, dass Organisationen beweglich bleiben und urbane Entwicklung aktiv mitgestalten. Jasmin Vogel ist u.a. berufenes Mitglied der Niedersächsischen Kulturkommission.
Jasmin Vogel ist Referentin der Session “Vielfältig und beweglich: Inreach gestalten” am Montag, 11. Mai um 16.30 Uhr.
Wer gehört zu diesem Haus – und warum? Welche Strukturen entscheiden darüber, lange bevor jemand durch die Tür tritt?
Die Session fragt nach Inreach – also danach, wie Organisationen von innen heraus verändert werden können. Und nach Führungskräften, die bereit sind, diese Frage ernsthaft zu stellen. Denn Diversität als Organisationsfrage bedeutet: Macht neu verhandeln, Routinen aufbrechen, Entscheidungslogiken verändern – und die eigenen blinden Flecken nicht ausklammern.
Der Impuls bringt Erfahrungen aus dem Kulturforum Witten ein – einer kommunalen Einrichtung mit fast 110 Mitarbeitenden, die Museum, Bespieltheater, Musikschule, Bibliothek, Stadtarchiv und Kulturförderung unter einem Dach vereint.
Es geht darum, Ressourcen- und Entscheidungslogiken zu öffnen und anzuerkennen, dass unterschiedliche Biografien kulturelles Kapital mitbringen, das institutionelle Praxis verändert – wenn man es zulässt.
Manches greift, anderes braucht Zeit oder stößt an Grenzen. Auch das wird benannt. Denn es geht nicht um Erfolgsgeschichten, sondern um einen Prozess, der getragen und ausgehalten werden muss.