Das Projekt an/sprachen hat es Burg Hülshoff – Center for Literature ermöglicht, Team, Partner*innen und Besuchende für die Vielfalt von Sprache und Ansprache zu sensibilisieren. Das Team bildete sich in Workshops in verschiedenen Diversitätsdimensionen fort und entwickelte ein Leitbild. Dies hat u. a. großen Impact auf die neuen Dauerausstellungen und ihre Zielgruppen gehabt, z. B. Menschen im Alter oder Taube Personen. Das Projekt wurde durch das Land Nordrhein-Westfalen gefördert.
„Wir schätzen die Vielfalt von Geschichten im Team und Publikum. Wichtig sind uns Zugänge: Literatur soll für viele einen Platz im Alltag haben. Unsere Programmtexte verfassen wir in Einfacher Sprache. Literatur ist nicht begrenzt auf Lautsprache: Poesie begegnet uns auch in der Gebärdensprache.“
Dr. Jörg Albrecht, Geschäftsführer, Künstlerischer Leiter
Zeitraum
2022 bis 2023
Finanzieller Rahmen
113.000 Euro, davon 99.000 Euro Förderung durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen (Förderprogramm Neue Normalität)
Beteiligtes Personal im Museum
Das gesamte Personal aus Besucher*innen-Service, Vermittlung und Kuration
Beteiligte externe Personen oder Gruppen
Diversitäts-Expert*innen/-Referent*innen zu den Dimensionen Leichte und Einfache Sprache, (Anti-)Rassismus/Critical Whiteness, Audismus/Deutsche Gebärdensprache, Gender, Sexualität; moderiert und begleitet wurde der diversitätsorientierte Entwicklungsprozess vom Diversitätsberater Nenad Čupić.
Welche konkreten Maßnahmen wurden konzipiert und/oder umgesetzt?
Workshops in den oben genannten Diversitätsdimensionen; Verfassen eines Diversitätsleitbildes; Bildung einer Steuerungsgruppe im Team; Umsetzung von Kommunikationsmedien in Einfacher Sprache und von zielgruppenorientierten Vermittlungsformaten; Einführung einer Antidiskriminierungsklausel; Veränderung des Stellenausschreibungsverfahrens
Welche zentralen Learnings hat das Museum mitgenommen?
Diversitätsentwicklung ist ongoing, und eine ehrliche Programmarbeit geht nur mit Dialoggruppen; lieber fokussieren auf weniger Gruppen als alles versuchen und nichts schaffen; daher haben wir uns z. B. auf die Arbeit mit Tauben Künstler*innen und Besucher*innen weiter spezialisiert.
Literatur und Weblinks
Beispiel: Gebärdensprach-Poesie https://digitale-burg.de/studio/gebaerdensprach-poesie
Beispiel: Podcast Queer Circles https://digitale-burg.de/studio/queer-circles
Beispiel: Ausstellungsprojekt https://digitale-burg.de/studio/intelligente-allmende
