Aufklärung NOW.

Junge Perspektiven auf die Ausstellung „Was ist Aufklärung? Fragen an die deutsche Geschichte“
Deutsches Historisches Museum, Berlin

Im Rahmen der Ausstellung arbeitete das Deutsche Historische Museum mit jungen Menschen aus der Berliner Stadtcommunity zusammen. In mehrmonatigen Arbeitsprozessen wurden mit vier Gruppen aus Bildungs- und Kultureinrichtungen Themen der Aufklärung und die Relevanz für junge, diverse Menschen heute diskutiert. Die Teilnehmenden betrachteten die Diskurse aus ihrer Perspektive und Alltagswelt. Daraus entstanden kreative Produkte von den Teilnehmenden, die in der Ausstellung gezeigt wurden – wie ein Film zu Menschenrechten, eine Broschüre zum Kolonialismus, zu Kinderbüchern damals und heute und ein Diskussionsraum zum Thema Wissen. An drei Abenden öffnete sich das Haus abends für ein Festival mit unterschiedlichem Programm und Live-Musik.  

„Die Wünsche und Bedürfnisse von Gruppen, die nicht zum Stammpublikum des DHMs gehören, wurden identifiziert. Durch die Sichtbarmachung von in Co-Kreation entwickelten Werken konnte das DHM nicht nur die Teilnahme der Projektpartner würdigen, sondern auch weiteren Menschen mitteilen, dass das DHM Perspektiven zu historischen und gegenwärtigen Themen aus unterschiedlichen Teilen der Gesellschaft schätzt und ernst nimmt. Dadurch könnte die gesellschaftliche Relevanz des Museums vergrößert werden.“
Brigitte Vogel-Janotta, Fachbereichsleitung Bildung und Vermittlung 

Zeitraum 
September 2023 bis März 2026 

Beteiligtes Personal im Museum
Ausarbeitung: Fachbereich Bildung und Vermittlung in enger Abstimmung mit dem Ausstellungsteam, Gestalter, Werkstätten 

Abteilung Zentrale Dienste, Abteilung Kommunikation, Abteilung Sammlungen  

Beteiligte externe Personen oder Gruppen
Jugendgremium Schattenmuseum gemeinsam mit dem Künstlerkollektiv Sideviews 

Studierende der Sozialpädagogik des Pestalozzi Fröbel Haus, Bildungszentrum Lohana Berkins, Alfred Nobel Schule gemeinsam mit der Regisseurin Anna Caroline Arndt 

Welche konkreten Maßnahmen wurden konzipiert und oder umgesetzt?
Konzipierung und Gestaltung des Ausstellungsraumes „9m² Wissen aus der Gesellschaft“ zu der Frage „Wie kann die Fliege den Elefanten fressen?“; “Konzipierung und Produktion der interaktiven Station den Ausstellungsbereich „Kinderbücher – damals und heute“; Verfassen, Illustrieren, Gestalten der Broschüre „Nachdenken über Migration: Migrantische Perspektiven“ mit literarischen Texten und künstlerischen Linoldrucken; Verfassen eines Drehbuchs und Drehen des Films „(auf)geklärt“   

Welche zentralen Learnings hat das Museum mitgenommen?
Zusammenarbeit aller Abteilungen, Bereitschaft der Kurator*in und des ganzen Ausstellungsteams zur Zusammenarbeit ist zwingende Voraussetzung für Gelingen; Offenheit für neue Programme und Angebote wie Abendevents mit Performances und Live-Musik bedeuten neue Besuchergruppen ins Museum und die Ausstellung bringen; Zeit muss eingeplant werden. 

Literatur und Weblinks
https://www.dhm.de/ausstellungen/was-ist-aufklaerung-fragen-an-das-18-jahrhundert/aufklaerung-now/ 

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