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Museen bewahren Kulturgut für kommende Generationen. Dafür benötigen sie verlässliche technische Infrastruktur: Beleuchtung, Klima- und Heizungsanlagen, Kältemaschinen sowie mediale und digitale Anwendungen sichern den Betrieb von Ausstellungen, Depots und Sammlungsbereichen. Steigende Energiekosten und knappe öffentliche Haushalte machen es für viele Häuser zunehmend notwendig, ihren Energieverbrauch zu senken, ohne den Schutz der Sammlungen zu gefährden.

Mit dem Programm „Energieeffizienz im Museum“ unterstützt der Deutsche Museumsbund Museen dabei, Einsparpotenziale im laufenden Betrieb zu erkennen und nachhaltig zu nutzen. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie technische Anlagen bedarfsgerechter gesteuert, organisatorische Abläufe verbessert und Mitarbeitende befähigt werden können, Energie effizienter einzusetzen. Dabei geht es ausdrücklich nicht um umfangreiche bauliche Investitionen, sondern um praxistaugliche Maßnahmen, die an bestehende Strukturen und Anlagen anknüpfen.

Ein zentraler Erfolgsfaktor ist die enge Zusammenarbeit unterschiedlicher Arbeitsbereiche im Museum: Restaurierung, Technik und Gebäudemanagement, Kuration, Verwaltung, Museumsleitung und Trägerschaft müssen gemeinsam handeln. Das Projekt stärkt deshalb nicht nur technisches Know-how, sondern auch klare Verantwortlichkeiten, Kommunikationswege und Entscheidungsstrukturen im Museumsbetrieb.

Ziel ist es, übertragbare Lösungen für die gesamte Museumslandschaft zu entwickeln. Die Erfahrungen aus den Pilotmuseen werden ausgewertet und in einer frei zugänglichen Handreichung gebündelt. Sie soll Museen unterschiedlicher Größen, Sparten und Trägerschaften dabei unterstützen, eigene Einsparpotenziale zu identifizieren und den technischen Betrieb langfristig ressourcenschonender, wirtschaftlicher und zukunftsfähiger auszurichten.

Für das Programm suchen wir sechs Pilotmuseen, die ihren technischen Betrieb ressourcenschonender und kosteneffizienter ausrichten möchten.

In den teilnehmenden Häusern werden Energieverbräuche, Betriebsweisen, Raumnutzungen sowie konservatorische und kuratorische Anforderungen gemeinsam mit Fachberater:innen analysiert und es entstehen konkrete Optimierungsmaßnahmen.

Bewerben Sie sich bis zum 11. Oktober!

Die teilnehmenden Museen werden von einem Fachberater für energieeffizienten Museumsbetrieb sowie zwei externen Experten im Bereich Präventive Konservierung und Bestandserhaltung begleitet. Gemeinsam unterstützen sie die Museen dabei, Energieeinsparpotenziale zu identifizieren, technische und organisatorische Maßnahmen zu entwickeln und konservatorische Anforderungen einzuhalten.

Foto von Markus Spiske auf Unsplash

Thomas Herrmann ist Diplom-Ingenieur und seit 1985 im Bereich der technischen Gebäudeausrüstung tätig. Er verfügt über langjährige Erfahrung in der Planung, Inbetriebnahme und dem Betrieb komplexer Gebäudetechnik. Besonders prägend war seine Tätigkeit für das Humboldt Forum, dessen technische Infrastruktur er ab 2009 von den frühen Planungsphasen über die Errichtung und Inbetriebnahme bis hin zum Regelbetrieb verantwortlich begleitete. Darüber hinaus konzipierte und etablierte er die Betreiberorganisation und leitete den entsprechenden Bereich. Seit 2024 ist er als freiberuflicher Beratender Ingenieur tätig. Seine Arbeitsschwerpunkte liegen in den Bereichen Energieeffizienz, technisches Gebäudemanagement und Facility Management.

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Foto von Markus Spiske auf Unsplash

Cord Brune ist Restaurator und Experte für Präventive Konservierung mit langjähriger Erfahrung in der Beratung von Museen zu Sammlungspflege, Klima- und Nutzungskonzepten. Nach seinem Diplomabschluss in Konservierung und Restaurierung arbeitete er am Hornemann Institut in Hildesheim und ist seit 2005 als Berater für Museen tätig. Er ist ehemaliger Vorsitzender der Fachgruppe Präventive Konservierung im Verband der Restauratoren und Mitautor der Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes zum Klima-Korridor. Heute bringt er seine Expertise unter anderem in Projekten der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern ein und unterstützt Museen dabei, konservatorische Anforderungen mit einem ressourcenschonenden Gebäudebetrieb in Einklang zu bringen.

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Foto von Markus Spiske auf Unsplash

Tom Frisch ist Diplomrestaurator und Museumsberater für Bestandserhaltung bei der Sächsischen Landesstelle für Museumswesen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sein Schwerpunkt liegt auf der Präventiven Konservierung, der nachhaltigen Sammlungspflege sowie der Notfallvorsorge zum Schutz von Kulturgut. Nach Studien der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaft und Angewandten Linguistik an der Technischen Universität Dresden absolvierte er ein Studium der Kunsttechnologie, Restaurierung und Konservierung von Kunst- und Kulturgut an der Hochschule für Bildende Künste Dresden. Durch seine interdisziplinäre Ausbildung verbindet er konservatorische Expertise mit einem tiefen Verständnis für Museumsorganisation und strategische Bestandsentwicklung.

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Foto von Markus Spiske auf Unsplash

Der Arbeitskreis Gebäudemanagement und Sicherheit des Deutschen Museumsbundes bringt seine Expertise zu technischen, organisatorischen und sicherheitsrelevanten Fragestellungen im Museumsbetrieb ein. Im Projekt „Energieeffizienz im Museum“ begleitet er den Wissenstransfer in die Museumslandschaft und unterstützt den fachlichen Austausch zu energieeffizienten Betriebsweisen und nachhaltigem Gebäudemanagement. Die Mitglieder des Arbeitskreises stehen Museen darüber hinaus als Ansprechpartner:innen für fachliche Rückfragen und den Erfahrungsaustausch zur Verfügung.

In unserem Leitfaden „Klimaschutz im Museum“ finden Sie allgemeine Energiespartipps und weiterführende Links zum Thema Energieeffizienz.

Kontaktieren Sie uns gerne!

Sina Herrmann
Deutscher Museumsbund e. V.
In der Halde 1
14195 Berlin
Tel.: 030 – 84 10 95 17
herrmann(at)museumsbund.de

Das Projekt wird gefördert von

Der Beauftrage der Bundesrgierung für Kultur und Medien