Interventionsspur „Blickwechsel. Dem Rassismus auf der Spur“

Historisches Museum Frankfurt

Die Interventionsspur durch die Dauerausstellungen wirft einen rassismuskritischen Blick auf 18 ausgewählte Objekte. Die Co-Kurator*innen sind Künstler*innen und Aktivist*innen, die mit ihren künstlerischen Eingriffen darauf aufmerksam machen, welches koloniale und rassistische Erbe die Objekte auch repräsentieren oder welche Fehlstellen es gibt. Die Interventionen fügen den Exponaten kritische Betrachtungen und neue Perspektiven hinzu. Sie verstehen sich auch als Strategien der Selbstermächtigung und des Widerstandes. Die Interventionsspur setzt Akzente und bricht mit dominanten Denk-, Sprach- und Sehmustern.   

„Die Interventionen schaffen Gegennarrative. Gefragt war kein vermeintlich objektiv-neutraler Blick, sondern eine subjektive und rassismuskritische Perspektive.“
Puneh Henning, Kuratorin  

Zeitraum
Winter 2020 bis Frühjahr 2022  

Finanzieller Rahmen 
20.000 Euro 

Beteiligtes Personal im Museum
Puneh Henning, Ismahan Wayah (360°-Agentinnen), Susanne Gesser, Mariama Koller, Luisa Benzinger, Marie Antoinette N’gouan (Assistenzen) 

Beteiligte externe Gruppen oder Personen 
Aanchel Kapoor, Ana Paula dos Santos, Benjamin Burk, Gladys Burk, Halil Can, Kaja, Liu Xue, Xinan Pandan 

Formen der Partizipation
Co-Creation, Hosting 

Welche Programmformate sind daraus entstanden? 
Intervention in den Dauerausstellungen 

Was sind die wesentlichen Learnings für das Museum?
Damit die Zusammenarbeit mit von Diskriminierung betroffenen Personen gelingt, muss Vertrauen aufgebaut werden. Ko-kreative Prozesse eröffnen allen Beteiligten Lernräume, erfordern aber auch das Aushalten und Moderieren von Konflikten.  

Links und Literatur
https://www.historisches-museum-frankfurt.de/de/interventionsspur  

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