Dr. Kristina Nowak-Klimscha ist seit 2013 Leiterin des Stadt- und Kreismuseum Nienburg/Weser. In dieser Funktion verantwortet sie die strategische, inhaltliche und organisatorische Weiterentwicklung des Hauses. Ein besonderer Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt auf der Verbindung wissenschaftlich fundierter historischer Inhalte mit zielgruppenorientierter Vermittlung sowie auf der Entwicklung neuer Formate, die das Museum als offenen kulturellen Ort stärken.
Ziel ihrer Arbeit ist es, eine bedarfsgerechte und gesellschaftlich relevante Museumsarbeit im ländlichen Raum zu gestalten. Dabei wird die klassische Sammlungs-, Forschungs- und Ausstellungsarbeit konsequent weitergeführt und zugleich das Museum als niedrigschwelliger Ort der Begegnung für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen geöffnet.
Zuvor war Kristina Nowak-Klimscha unter anderem am Deutschen Historischen Museum in Berlin, bei der Ostfriesischen Landschaft in Aurich sowie am Landesmuseum Natur und Mensch Oldenburg tätig. Sie studierte Mittelalterliche Geschichte sowie Ur- und Frühgeschichte an der Ruhr-Universität Bochum und promovierte im Fach Ur- und Frühgeschichte.
Dr. Kristina Nowak-Klimscha ist Referentin der Session “Klein aber oho! Museen in der Region öffnen” am Dienstag, 12. Mai um 9 Uhr.
Zwischen Sammlung und sozialem Auftrag – Neue Wege im Museum Nienburg
Der Vortrag stellt die strategische Neuausrichtung des Museums Nienburg hin zu einem offenen, inklusiven und gesellschaftlich relevanten Ort vor. Ausgangspunkt ist das Verständnis von Museum als Teil der kommunalen Daseinsvorsorge: als Raum für Bildung, Begegnung und kulturelle Teilhabe für die Menschen in Stadt und Landkreis. Anhand konkreter Beispiele wird aufgezeigt, wie ein vielfältiges Programm für unterschiedliche Altersgruppen und Herkünfte entwickelt und umgesetzt wird – von klassischen Ausstellungen über partizipative Vermittlungsformate bis hin zu soziokulturellen Veranstaltungen. Im Fokus steht dabei die Frage, wie es gelingt, traditionelle museale Kernaufgaben mit erweiterten Erwartungen an gesellschaftliche Wirksamkeit in Einklang zu bringen. Der Beitrag reflektiert Chancen und Herausforderungen dieses Transformationsprozesses.