MO_Beirat

gegründet im Kontext der MO_Sammlungspräsentation „Kunst –> Leben –> Kunst. Das Museum Ostwall gestern, heute, morgen“
Museum Ostwall im Dortmunder U

Acht Personen, divers im Hinblick auf Alter, Gender, Beruf etc., unterstützen das Museum Ostwall (MO) dabei, sich für ein noch breiteres Publikum zu öffnen. Der MO_Beirat tagt alle zwei Wochen und bringt Perspektiven ein, die im MO selbst nicht vorhanden sind. Das Museumsteam gibt aktiv Entscheidungshoheit über einzelne Projekte an den MO_Beirat ab. So hat der Beirat 2025 über den Ankauf von Kunstwerken entschieden und entwickelt derzeit eigene Projekte für die nächste MO_Sammlungspräsentation.  

„Mit dem MO_Beirat wollen wir die diverse Stadtgesellschaft aktiv an unserer Museumsarbeit beteiligen und die Perspektive des Publikums besser verstehen. Die Mitglieder bringen sehr unterschiedliche Alltagsexpertisen in die Museumsarbeit ein. Diese in die Museumspraxis zu integrieren, ist für beide Seiten oft herausfordernd, aber am Ende immer bereichernd.“ Nicole Grothe, Leiterin der MO_Sammlung, und Michael Griff, Kurator für Public & Community Engagement  

Zeitraum
Der MO_Beirat wurde im März 2023 gegründet und ist zunächst auf eine Dauer von fünf Jahren angelegt.  

Finanzieller Rahmen
2023: 48.000 Euro, davon 11.250 Euro gefördert durch die Kulturstiftung der Länder 
2024: 35.250 Euro plus 30.000 Euro aus dem Ankaufsbudget der MO_Sammlung für einen Kunstankauf durch den MO_Beirat
2025: 32.000 Euro
2026: geplant 36.000 Euro 

Im Budget enthalten sind u. a. vertraglich festgelegte Aufwandsentschädigungen für die Beiratsmitglieder, Honorar für eine Werkstudentin als Schnittstelle zwischen Museum und Beirat, Schulungsangebote für die Beiratsmitglieder, Dokumentation der Beiratsarbeit etc. 

Beteiligtes Personal im Museum
Hauptverantwortlich sind die Leiterin der MO_Sammlung und der Kurator für Public & Community Engagement. Bei einzelnen Terminen nehmen die Direktorin des Museums, die Restauratorin und/oder Registrar und Volontärin teil. 

Beteiligte externe Personen oder Gruppen
Acht Personen aus der Dortmunder Stadtgesellschaft bilden den MO_Beirat.
Von 2023 bis 2025 wurde eine Werkstudentin als Schnittstelle zwischen Beirat und Museum beschäftigt.  

Welche konkreten Maßnahmen wurden konzipiert und/oder umgesetzt?
2023: 
Reflexion der MO_Sammlungspräsentation „Kunst –> Leben –> Kunst. Das Museum Ostwall gestern, heute, morgen“ im Hinblick auf Zugänglichkeit für ein breites Publikum. Der Fokus lag dabei zunächst auf Fragen der Barrierefreiheit und Infrastruktur im Haus und in der Sammlungspräsentation selbst.  

Sofort umgesetzte Maßnahmen:  

  • Bessere Beschriftungen von benutzbaren und nicht benutzbaren Exponaten 
  • Bessere Sichtbarkeit/Zugänglichkeit von Klapphockern 
  • Bessere Zugänglichkeit der barrierefreien Toiletten 

 Als Learning für die MO-Sammlungspräsentation 2026: 

  • Klarere und barrierefreie Objektbeschilderung, Sensibilisierung für eindeutigere Kommunikation für Besucher*innen in der grafischen Gestaltung innerhalb von Ausstellungen  

2024:
Erarbeitung von Kriterien und Vorschlägen sowie schließlich Ankauf von Kunstwerken für die MO_Sammlung im Wert von rund 30.000 Euro. Ausgangsfrage: Welche Art von Kunst fehlt dem MO_Beirat in der MO_Sammlung? Welche Perspektiven sind aus ihrer Sicht nicht genug repräsentiert?  

2025/2026:
Erarbeitung von Veranstaltungs- und Vermittlungsformaten, die im Rahmen der kommenden Sammlungspräsentation „let’s talk – sprechen über kUNSt“ umgesetzt werden: 

  • Inhaltswarnungen für einzelne Kunstwerke 
  • Veranstaltungsreihe „Im Dialog“ (Arbeitstitel): Der MO_Beirat lädt Künstler*innen verschiedenster Sparten ein, im Dialog mit einem Werk aus der MO_Sammlung ein eigenes Werk zu entwickeln. Dieses wird im Museum ausgestellt. 
  • Begleitend zur Veranstaltungsreihe „Im Dialog“ (Arbeitstitel): Produktion je einer Podcast-Folge pro Intervention, der MO_Beirat im Gespräch mit den jeweiligen Künstler*innen sowie ein Artist Talk pro Jahr mit allen eingeladenen Künstler*innen 

Welche zentralen Learnings hat das Museum mitgenommen? 

  • Klare Kommunikation über Erwartungen und Machbarkeiten auf beiden Seiten ist zentral. Unterschiedliche Sichtweisen, unterschiedliches Wissen, verschiedene Erwartungen oder verschiedene Arten des Sprechens erfordern einen offenen und ehrlichen Austausch und Geduld innerhalb der Gruppe. 
  • Kontinuierliche Betreuung durch das Museumsteam ist genauso wichtig wie ausreichende Gestaltungsspielräume für den MO_Beirat.  
  • Die Integration der Beiträge und des Feedbacks des MO_Beirats in die tägliche Museumsarbeit eröffnet wichtige Perspektiven. Ein solcher Prozess erfordert Selbstreflexion, Geduld und Offenheit aufseiten des Museumsteams.  
  • Arbeitsweise in iterativen Prozessen – nach der Erfahrung mit dem Ankauf durch den MO_Beirat haben wir versucht, Design-Thinking-Prinzipien in unsere Arbeit aufzunehmen: Bei jedem Projekt, in das der MO_Beirat eingebunden wird, wird zunächst eine grobe Idee entwickelt, die in jeder Sitzung weiter und weiter geschärft wird. Die Mitglieder des MO_Beirats bringen Konzepte und Ideen ein, während das Museumsteam die organisatorischen und administrativen Prozesse im Hintergrund übernimmt.  
  • Wir möchten die Erfolgsmomente der Mitglieder maximieren und dabei den Aufwand der Mitglieder des MO_Beirats möglichst gering halten.  

Literatur und Weblinks
https://dortmunder-u.de/museum-ostwall/mo_beirat/ 
Wie können wir neue Netzwerke bilden? Interview mit dem Beirat vom Museum Ostwall Dortmunder U 

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