Der Open Space ist ein Begegnungsformat des Museums Friedland. Jede Woche laden wir Menschen aus der Erstaufnahmeeinrichtung und der Region zu mehrsprachigen Aktivitäten ein. Sie verbinden Menschen, die sonst wenig Berührungspunkte haben. Im Fokus stehen Themen und Methoden, die Gemeinschaftserlebnisse schaffen und Unterschiede aufgrund von Herkunft, (Flucht)Erfahrungen, Sprachkenntnissen oder Alter in den Hintergrund treten lassen. Der Open Space lebt von ehrenamtlicher Mithilfe und Impulsen der Teilnehmenden.
„Im Open Space gelingt es, zumindest temporär die Spaltung unserer Gesellschaft zu überwinden. Der zentrale Erfolgsfaktor ist, dass wir alle Teilnehmenden als Mitgestalter*innen betrachten. Das Museum setzt nur den Rahmen, in dem Begegnung möglich werden kann.“
Anna Louise Weßling, Referentin für partizipative Bildungs- und Ausstellungsformate
Zeitraum
Wöchentlich seit Mai 2023
Finanzieller Rahmen
20.000 Euro pro Jahr
Beteiligtes Personal im Museum
5–10 Ehrenamtliche sowie 4–6 Honorarkräfte (Referent*innen, Dolmetscher*innen)
Formen der Partizipation
Dialog und Mehrsprachigkeit sind die zentralen Elemente des Open Space.
Die Methoden sind so konzipiert, dass alle ihre Perspektiven einbringen können.
Die Teilnehmenden geben Impulse für die Programmplanung und gestalten einzelne Programmpunkte selbst.
Regelmäßige Evaluationstreffen mit derzeitigen und ehemaligen Teilnehmenden erhalten die Qualität des Projekts.
Welche Programmformate sind daraus entstanden?
Workshops mit vielfältigen Methoden: Sprachcafés, Kunstworkshops, musikalisches Storytelling, Movement Sessions, Erzählcafés u. v. m.
Was sind die wichtigsten Learnings für das Museum?
Themen, die unabhängig von Herkunft und Erfahrungen (der Migration) funktionieren, stiften Gemeinschaft.
Mehrsprachigkeit ist ein unabdingbares Werkzeug, um einen Austausch auf Augenhöhe sicherzustellen.
Ein regelmäßiges Angebot vermittelt eine verlässliche Struktur in unsicheren Lebenslagen.
Die Wahl des Veranstaltungsorts mitten in der Aufnahmeeinrichtung sorgt dafür, dass Menschen sich sicher fühlen können.
Kreative Methoden erfüllen verschiedene Zwecke: Sie ermöglichen es, sprachliche Barrieren zu überwinden, und geben die Möglichkeit, selbstwirksam und gemeinsam etwas zu gestalten und zu erreichen.
