Outreach und Communityarbeit im Rahmen des Co-Labors

Klassik Stiftung Weimar

Mit dem Co-Labor, einem Holzpavillon vor dem Stadtschloss, wurde ein offener Begegnungs- und Veranstaltungsraum geschaffen, der unterschiedlichen Akteur:innen der Stadtgesellschaft eine Bühne bietet. Darüber hinaus werden durch aktive Partnerschaftsarbeit museale Angebote partizipativ und ergebnisoffen für unterschiedliche gesellschaftliche Gruppen entwickelt.  

Der Fokus liegt dabei auf der Ansprache von Menschen mit Migrationsgeschichte sowie älteren Menschen, die von Einsamkeit betroffen sind.   

„Vom statischen Output-Denken hin zu gesellschaftsrelevanter Wirkungsorientierung: Kulturinstitutionen müssen ihre Deutungshoheit abgeben und sich in einer pluralen Gesellschaft zu Plattformen für Austausch und Multiperspektivität entwickeln. Dafür braucht es vielfältige Partnerschaften.“
Valerie Stephani, Bildungsreferentin Kulturelle Bildung und Projektleiterin Co-Labor
 

Zeitraum 
Das Co-Labor entstand im Rahmen des Projekts „Ent|Schlossen“ (Förderprojekt BKM, Oktober 2021- Dezember 2024). Daraus erfolgt seit 2025 die Fortführung und Überführung in die Linienaufgaben der Stiftung: Laufende Angebote werden abteilungsübergreifend verantwortet (Abteilungen Kulturelle Bildung, Services, Veranstaltungen). 

Finanzieller Rahmen 
Die Projektförderung des Projekts „Ent|Schlossen“ belief sich auf 1,3 Mio. € aus Mitteln der BKM. Seit 2025 wird die Arbeit jährlich aus Haushaltsmitteln sowie 2025 bis 2026 aus Lotto-Fördermitteln in Höhe von 30.000 € finanziert. 

Beteiligtes Personal im Museum
In den Jahren 2021–2024 war das Förderprojekt „Ent|Schlossen“ im Stabsreferat Kulturelle Bildung angesiedelt. Das Team bestand aus zwei Outreach-Operatoren (je 90 %), einer Projektleitung aus dem Team Kulturelle Bildung (30 %) sowie etwa fünf bis sechs studentische Hilfskräfte. 

Mit der Überführung in die Linienstruktur im Jahr 2025 wird die Arbeit über feste Haushaltsstellen getragen. Beteiligt sind eine Referentin für Kulturelle Bildung (50 %), ein Volontariat mit Schwerpunkt Outreach und Community-Arbeit sowie bis Ende 2026 eine Projektkoordination für das Co-Labor (50 %). Zudem bestehen enge Schnittstellen zu den Abteilungen Veranstaltungen, Services und Museen. 

Beteiligte externe Personen oder Gruppen
Von 2021 bis 2024 gestalteten 75 stadtgesellschaftliche Gruppen den offenen Veranstaltungsraum, sowie die Outreach-Arbeit aktiv mit, insbesondere aus dem Sozialsektor sowie der Kultur- und Kreativwirtschaft. Seit 2025 werden diese Partnerschaften fokussiert fortgeführt und gezielt vertieft, insbesondere mit migrantischen Vereinen und verschiedenen Quartiersmanagements. 

Welche konkreten Maßnahmen wurden konzipiert und oder umgesetzt?
Eingehen von Partnerschaften, Öffnung von Räumen, mobile Angebote außerhalb des Museums. Alle drei Maßnahmen hatten transformative Wirkungen in die eigene Institution hinein. 

Welche zentralen Learnings hat das Museum mitgenommen?
Teilhabe ist kein Aufgabenbereich einzelner Stellen, sondern ein Organisationsprinzip. Laufende Evaluation und Monitoring mit Fokus auf Wirkungsorientierung stärken auch intern die Sichtbarkeit von Community- und Outreach-Arbeit und ermöglichen iterative Lernprozesse. Partnerschaften sind dabei zentral: Sie beruhen auf gemeinsamem Lernen, Offenheit und kontinuierlicher Pflege. Klare Verantwortlichkeiten, Austausch und verlässliche Strukturen helfen, Kooperationen langfristig zu verankern und Diversität nachhaltig zu stärken.  

Literatur und Weblinks
https://www.klassik-stiftung.de/co-labor/ 

https://www.klassik-stiftung.de/bildung/mach-mit/partnerschaftsangebote-vor-ort 

https://www.klassik-stiftung.de/bildung/ueber-unsere-bildungsarbeit/modellprojekte/entschlossen-gesellschaftskultur-gestalten/ 

https://www.klassik-stiftung.de/assets/Dokumente/Bildung/Rueckblick/Entschlossen-Handreichung.pdf 

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