Dr. Sara-Marie Demiriz ist wissenschaftliche Referentin am LVR-Industriemuseum Zinkfabrik Altenberg, Oberhausen. Dort verantwortet sie insbesondere den Bereich Outreach und arbeitet u. a. zu migrationshistorischen Prozessen sowie zu Fragen von Teilhabe und Repräsentation im Museum. Sie promovierte an der Universität Münster und war zwischen 2013 und 2018 an verschiedenen Kultur- und Forschungseinrichtungen im Ruhrgebiet tätig. Danach wirkte sie als wissenschaftliche Referentin der Planungsgruppe am Landtag Nordrhein-Westfalen u. a. an einem Konzept für ein „Haus der Geschichte NRW“ mit. Von 2020 bis 2024 arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin der Stiftung Haus der Geschichte NRW in Düsseldorf. Dort war sie als Kuratorin tätig und Teil des Konzeptionsteams des Outreach-Projekts „MuseumMobil“; zuletzt leitete sie das Projekt „MuseumMobil digital“. Sie engagiert sich in mehreren geschichtskulturellen Fachgremien und Vereinen. Seit 2023 ist sie Beiratsmitglied im Arbeitskreis Migration des Deutschen Museumsbunds und war seit 2022 an der Entstehung des Leitfadens „Museen in der Migrationsgesellschaft“ beteiligt.
Dr. Sara-Marie Demiriz ist Referentin der Session “Museen in der superdiversen Gesellschaft” am Montag, 11. Mai um 10 Uhr.
Migration und Diversität prägen unser gesellschaftliches Zusammenleben und damit auch die Museen als Teil dieser Gesellschaft. Der neue Leitfaden „Museen in der Migrationsgesellschaft“ versteht sich als praxisnahe und impulsgebende Orientierung, um das Museum weiter zu öffnen, Teilhabe und Vielfalt zu fördern und Macht zu teilen. Der Beitrag gibt einen ersten Einblick in den neuen Leitfaden und ergründet, was er will, was er kann, zeigt Chancen und auch Grenzen auf und blickt auf seine Entstehung zurück. Entsprechend der vier Hauptkapitel werden Offenheit und Zugänglichkeit, antirassistische Praxis, Partizipation und Multiperspektivität als zentrale Strategien für eine demokratische und zukunftsfähige Museumsarbeit vorgestellt.