Sessions 2026

Sessions
Foto: Mark Frost
Informieren Sie sich bei Fachvorträgen und diskutieren Sie mit in unseren Sessions am 11. und 12. Mai 2026.
Museen in der superdiversen Gesellschaft

Moderne Gesellschaften sind von Migration und Diversität geprägt. Zum Einstieg der Konferenz untersuchen wir das gesellschaftliche Umfeld, in dem Museen und andere Kultureinrichtungen heute agieren. Dafür beleuchten wir den Begriff der „Superdiversität“ und die damit einhergehende Komplexität, die für unsere Arbeit Chance und Herausforderung zugleich darstellt. Was bedeutet der Megatrend Superdiversität für unsere Gesellschaften? Welche Rolle können Museen in einer superdiversen Gesellschaft im Sinne der neuen ICOM-Definition einnehmen? Welche Stärken können sie einbringen? Welche Werte vertreten Museen im Kontext von Vielfalt und wie gelingt es, diese in die praktische Museumsarbeit zu überführen?
Vielfältige Perspektiven sammeln

Die Museumssammlung bildet die Grundlage der Museumsarbeit, gleichzeitig bilden Museumssammlungen die Vielfalt der Gesellschaft oftmals nur unzureichend ab. Die Auseinandersetzung mit der eigenen Sammlung ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu einem offenen, vielfältigen Museum. Wir fragen danach, wie es gelingen kann, die eigene Sammlung kritisch zu sichten und dauerhaft neue Perspektiven in unsere Arbeit einzubinden. Welche Herausforderungen und Möglichkeiten bietet der frische Blick in die eigene Sammlung? Welche Erfolgsfaktoren gibt es? Welche Unterschiede kennzeichnen die einzelnen Museumsgattungen? Wie gehen wir mit der eigenen Geschichte um? Was macht das mit dem Museum und den Mitarbeitenden?
Vielfalt wirksam fördern

Museen bewegen sich in einem Dreieck von inhaltlichen Bedarfen, Ressourcen und Nachhaltigkeit. Sie sind häufig auf Projektmittel angewiesen und stehen nach Projektabschlüssen vor der Herausforderung die angestoßenen Prozesse eigenständig weiterzuführen und nachhaltig in ihre Strukturen zu integrieren. In unserer dritten Session diskutieren wir gemeinsam mit Förder:innen, wie wir die Nachhaltigkeit von Projektförderungen für mehr Vielfalt im Museum stärken können. Welche Neuausrichtungen gibt es in der Förderlandschaft, um das Thema Diversität voranzubringen? Welche regionalen Unterschiede gibt es und wie wirken sich diese aus? Wie können Ressourcen auf Landesebene gebündelt werden, um kleine Häuser zu unterstützen? Wo kommen solche Programme an ihre Grenzen?
Vielfältig und beweglich: Inreach gestalten

Wir blicken nach innen und fragen, wie Diversität in Museumsorganisationen etabliert werden kann. Dabei geht es nicht nur um vielfältige Teams, vielmehr braucht es Führungsstile, Organisationsstrukturen und Arbeitskulturen, die den Erfahrungen und Bedürfnissen unterschiedlicher Menschen gerecht werden. Auch marginalisierte Perspektiven, die bislang wenig berücksichtigt wurden, müssen einbezogen werden. Gemeinsam sprechen wir darüber, wie Museen Hierarchien abbauen und unterschiedliche Meinungen sowie kritische Haltungen konstruktiv ausbalancieren können. Wie lässt sich Vielfalt strategisch gestalten und im Arbeitsalltag implementieren? Wie werden Museen zu lernenden Organisationen, die ihre Strukturen und Prozesse kontinuierlich weiterentwickeln? Welche praktischen Lösungsansätze gibt es?
Klein aber oho! Museen in der Region öffnen

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Fotograf:
Foto: Jan Heesen / Haus der Geschichte NRW
Teilhabe und Zugänglichkeit sind für die gesellschaftliche Relevanz der Museen und damit für ihre Zukunftsfähigkeit unabdingbar. Um wirksam zu werden, muss Teilhabe auf strategischer Ebene in der Museumsarbeit verankert werden und als Teil des eigenen Selbstverständnisses gelebt werden. In unserer fünften Session untersuchen wir, wie sich einzelne Angebote und Programme für Teilhabe auf das Museum als Ganzes auswirken und diskutieren Barrieren, Entwicklungen und Chancen. Wie gelingt es, Teilhabe und Zugänglichkeit dauerhaft in der Museumsarbeit zu verankern? Was macht das mit der Institution und ihren Mitarbeitenden? Welche Stärken und Potenziale haben insbesondere kleinere Museen für Öffnung und Teilhabe? Inwiefern sind Vielfalt, Öffnung und Teilhabe Voraussetzung für zukunftsfähige Partnerschaften und Förderungen?
Museen in Kontakt

In der Session sprechen wir darüber, wie Museen als Begegnungsorte in Kontakt mit der Gesellschaft stehen, und wie es uns gelingt, Brücken zwischen verschiedenen Gruppen, Meinungen und Generationen zu bauen. Dabei legen wir einen besonderen Fokus auf die Zusammenarbeit mit anderen Kulturakteuren bzw. Multiplikatoren. Wir fragen danach, wie entsprechende Kooperationen dazu beitragen können, den Kontakt mit vielfältigen Anspruchsgruppen zu gestalten und zu verstetigen. Welche Perspektiven und Chancen bieten Kooperationen mit anderen Akteuren für die Öffnung der Museen? Wie steuern wir die Zusammenarbeit in der Praxis? Wie balancieren wir unterschiedlich Meinungen und Bedürfnisse von vielfältigen Partnern und Gruppen aus? Welche Erfolgsfaktoren kennzeichnen dauerhafte Kooperationen auf Augenhöhe?