Stadtlabor

Historisches Museum Frankfurt  

Das Stadtlabor ist ein partizipatives und gegenwartsorientiertes Ausstellungs- und Veranstaltungsformat, das es seit 2010 gibt. Die Stadtlabor-Projekte entstehen in einem co-kreativen Prozess zwischen Museum und Projektteilnehmer*innen. In den Ausstellungen und Veranstaltungen werden, ausgehend von subjektiven Erfahrungen, gesellschaftliche Phänomene thematisiert. Die Repräsentation marginalisierter Gruppen ist ein zentrales Anliegen. Migrationsgeschichte als Teil deutscher Geschichte zu implementieren, ist eine der Strategien, die im Stadtlabor verfolgt wird. 

„Das Stadtlabor ist ein kollaboratives Forschungsformat, durch das unterschiedliches Wissen über die Stadt und ihre Bewohner*innen sichtbar gemacht und geteilt wird. Es bietet Anlässe zur Begegnung und Antworten auf die Frage: ‚In welchem Frankfurt lebst du?‘“
Angela Jannelli, Bibliothek der Generationen, Stadtlabor 

Zeitraum 
Seit 2010, je Stadtlabor-Ausstellung ca. ein Jahr Erarbeitungszeit 

Finanzieller Rahmen
Zwischen 50.000 und 350.000 Euro 

Beteiligtes Personal im Museum
Jeweils eine mit der Stadtlabor-Arbeit vertraute Kurator*in (fest oder frei), eine Projektassistenz (frei) und/oder Volontärin. Verantwortliche Ansprechpartnerinnen: Susanne Gesser, Dr. Angela Jannelli. 

Beteiligte externe Gruppen oder Personen 
Wechselnde Institutionen, Vereine, Einzelpersonen. Die Teilnehmenden werden über offene Aufrufe in Presse und Social Media gefunden, über Netzwerkarbeit und Empfehlungen. Die beteiligten Szenograph*innen sind Teil der Gruppe.  

Formen der Partizipation
Die gesamte Ausstellung wird co-kreativ erarbeitet, von der Ideenfindung über die Beitragserarbeitung und Szenografie bis hin zu Rahmenprogramm und Abschlussdokumentation. Das gesamte Spektrum von Interaktion bis Co-Creation kommt zum Einsatz.  

Welche Programmformate sind daraus entstanden? 
Fest etablierte Ausstellungsreihe mit begleitenden Führungen und Veranstaltungsprogramm  

Was sind die wesentlichen Learnings für das Museum?
Partizipative Museumsarbeit ist aufwendig, aber wichtig. Es braucht ein gutes Prozessdesign und gute und transparente Kommunikation mit allen Beteiligten. Beziehungsarbeit ist Teil des partizipativen Prozesses. Durch partizipative und gesellschaftlich engagierte Museumsarbeit hat das Museum an gesellschaftlicher Resonanz und Akzeptanz gewonnen. Die Institution genießt mehr Vertrauen, die Anerkennung für Museumsarbeit ist gestiegen. Durch die Zusammenarbeit mit Externen bleibt das Museum eine lernende Institution. 

Links und Literatur
https://www.historisches-museum-frankfurt.de/de/stadtlabor 

https://historisches-museum-frankfurt.de/de/stadtlabor/sammlungscheck  

https://historisches-museum-frankfurt.de/de/stadtlabor/kein-leben-von-der-stange 

https://www.historisches-museum-frankfurt.de/de/stadtlabor/ichsehewaswasdunichtsiehst 

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