Data Engineer zur Schaffung der Online Plattform Digital Benin

Stiftung Museum am Rothenbaum

Hamburg

Die Stiftung Museum am Rothenbaum besetzt baldmöglichst für zwei Jahre eine*n Data Engineer zur Schaffung der Online Plattform Digital Benin.

Das Museum am Rothenbaum fördert die Wertschätzung für Kulturen und Künste der Welt. Es befasst sich mit gesellschaftlichen Debatten der Gegenwart, in denen Themen wie koloniales Erbe, das Zusammenleben in einer globalisierten Gesellschaft und eine Öffnung der Museen für breitere Besucher*innenschichten eine zentrale Rolle spielen. Als Museum mit weltumspannenden Sammlungen und Wissensarchiven entwickelt es sich derzeit zu einem innovativen Ausstellungs-, Veranstaltungs- und Forschungszentrum der Verflechtungsgeschichten und transkulturellen Kreativität.

Im Rahmen des durch die Ernst von Siemens Kunststiftung finanzierten Projektes Digital Benin. Zusammenführung der königlichen Kunstschätze eröffnet das MARKK ein internationales Projektbüro zur digitalen Zusammenführung der weltweit zerstreuten Kunstwerke aus dem ehemaligen Königreich Benin. Als beispielloses Wissensforum wird Digital Benin innerhalb der nächsten zwei Jahre Objektdaten und zugehöriges Dokumentationsmaterial aus Sammlungen weltweit bündeln und somit den seit langem geforderten Überblick zu den im 19. Jh. geplünderten Hofkunstwerken ermöglichen. Ziel ist ein fundierter und nachhaltiger Bestandskatalog über Geschichte, kulturelle Bedeutung und Provenienz der Werke. Das Projekt deutscher, nigerianischer, europäischer und amerikanischer Expert*innen wird mit von der Ernst von Siemens Kunststiftung finanziert. Der Launch der Website ist im Jahr 2022 geplant.

 

Zu den Aufgaben gehören:

  • Umgang mit sensiblen kulturellen Daten im Kontext des Kolonialen Erbes. Es geht um sorgfältige Behandlung der Daten, ihre Sicherung und Pflege.
  • Ein semi-autonomes Arbeiten mit Wissenschaftlern und einem kleinen Design- und Entwicklungsteam in einem Greenfield-Projekt, das sich mit faszinierenden digitalisierten Daten kultureller Objekte befasst.
  • Programmgesteuerter Zugriffs auf APIs von verschiedenen internationalen Institutionen und digitalen Sammlungen.
  • Sammeln und Bearbeiten einer Auswahl dieser Daten für Forschungs- und Studienzwecke des Teams
  • Zusammenarbeit mit den technischen Leitern des Teams, um Data Pipelines für das automatisierte Abrufen und Organisieren von Daten zu entwickeln.
  • Offene Zusammenarbeit mit einem kleinen Team zum Austausch von Updates, Feedback und Dokumentation.
  • Das Experimentieren mit Tools und Methoden, die für das jeweilige Projekt und die jeweiligen Aufgaben relevant sind, ist wünschenswert. Ebenso, dass man sich außerhalb des eigenen Fachgebiets herauszufordern, um das Projekt als Ganzes besser zu fassen.

Anforderungen:

  • Abschluss in Software Engineering, Informationstechnik, Software Technik, Informatik, Digital Engineering oder relevanten Fachgebieten. Interesse an einem Greenfield-Projekt mit sensiblen kulturellen Daten zu arbeiten.
  • 1-3 Jahre Erfahrung mit Programmiersprachen (wie Python) im Kontext von API-Interaktion, Datenverarbeitung und programmatischer Automatisierung.
  • Erfahrung in der Arbeit mit verschiedenen Arten von Web-APIs (insbesondere RESTful-APIs).
  • Erfahrung in der programmatischen Datenexploration und mit mehreren vertrauenswürdigen Tools und Frameworks.
  • Erfahrung in der Entwicklung von ETL-Pipelines.
  • Erfahrung mit Schema Definition, Datenbankdesign und -verwaltung.
  • Erfahrung in der Arbeit mit komplexen und unstrukturiertenDatensätzen.
  • Vertrautheit mit dem Lebenszyklus der Softwareentwicklung,Coding Standards, Source Control Management, and Testing.
  • Hervorragendes Englisch in Wort und Schrift. Deutschkenntnissesind von Vorteil.

Wir bieten:

  • Eine Vergütung nach EG 13 TV-AVH
  • Eine abwechslungsreiche und zukunftsweisende Mitwirkung aneinem modellhaften Digital Humanities Projekt Tätigkeit in einem sich diversifizierenden Team während eines besonderen Moments der Neupositionierung und Umgestaltung des Hauses
  • Einen Zuschuss zur HVV-Profi-Card

Das Museum am Rothenbaum begrüßt Bewerbungen von Menschen aller Nationalitäten, von People of Color sowie von Bewerber*innen mit Flucht- oder familiärer Migrationsgeschichte. Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt (der Einsatzort ist nur eingeschränkt barrierefrei).

Ihre schriftliche Bewerbung mit Anschreiben und Lebenslauf senden Sie bitte bis zum 24.06.2020 per Email als single-PDF an bewerbung@markk- hamburg.de (bitte beachten Sie die mögliche maximale Datenmenge von 20 MB) oder postalisch an das Museum am Rothenbaum, z. H. Frau Lapidus, Rothenbaumchaussee 64, 20148 Hamburg.

Für Rückfragen in fachlicher Hinsicht steht Ihnen Dr. Anne Luther zur Verfügung: contact@anneluther.info.

Wir weisen darauf hin, dass wir Bewerbungsunterlagen nicht zurücksenden. Falls Sie dies möchten, legen Sie bitte einen frankierten und adressierten Rückumschlag bei.

 

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 24.06.2020