Doktorandenstelle Ethnologie

Städtisches Museum

Braunschweig

In der Forschungsregion Braunschweig lässt es sich gut leben. Braunschweig, die Löwenstadt, hat rund 250.000 Einwohnerinnen und Einwohner und ist damit die größte Stadt zwischen Hannover und Berlin. Geschichte und Gegenwart, Tradition und Zukunft gehen hier Hand in Hand.

Im Fachbereich Kultur und Wissenschaft ist im Städtischen Museum zum nächstmöglichen Zeitpunkt befristet für die Dauer von drei Jahren folgende Stelle zu besetzen: Doktorandenstelle (m/w/d) im Bereich Ethnologie oder außereuropäischer Geschichte mit dem Schwerpunkt Afrika, insbesondere Kamerun (EGr. 13 TVöD) im Rahmen einer Teilzeitbeschäftigung mit einer regelmäßigen wöchentlichen Arbeitszeit von 25,35 Wochenstunden.
Die Stelle ist Teil des von der Volkswagen Stiftung geförderten Projekts „Provenienzforschung in außereuropäischen Sammlungen und der Ethnologie Niedersachsens (PAESE)“, an dem Institutionen aus Braunschweig, Göttingen, Hannover, Hildesheim und Oldenburg partizipieren.
Im Rahmen von PAESE wird das Städtische Museum Braunschweig die Provenienz der Kamerun-Sammlung seiner ethnographischen Abteilung erforschen. Das umfangreichste Kamerun-Konvolut stammt vom Braunschweiger Kurt Strümpell, der sich als Offizier der „Deutschen Schutztruppe“ und als Resident von Adamaua im kolonialisierten Kamerun aufhielt. In der Sammlung Strümpell sind neben geschnitzten Kunstwerken wie Masken oder Figurinen aus dem Kameruner Grasland Objekte aus dem Norden Kameruns von besonderer Bedeutung. Die Rechtmäßigkeit des Erwerbs der verschiedenen Objekte ist noch nicht umfassend geklärt.

Ihre Aufgabe ist es, im Zuge einer Dissertation durch Recherchen im Städtischen Museum und in anderen Museen, Archiven, Bibliotheken und Forschungseinrichtungen die Erwerbsgeschichte der Sammlung Strümpell zu rekonstruieren und die Sammlung in der Geschichte der Kolonialzeit zu kontextualisieren. Auf Grundlage dieser Zielsetzung kann das Thema der Dissertation gemeinsam mit Ihnen und der universitären Betreuungsperson der Dissertation individuell angepasst werden. Geboten werden neben der Möglichkeit zur Promotion ein Einblick in die Museumsarbeit, enge Zusammenarbeit mit den an dem Projekt beteiligten niedersächsischen Institutionen sowie Kontakt zu Mitarbeitenden in den Herkunftsländern.

Bewerbungsvoraussetzungen sind ein Masterabschluss in einer der o. g. Disziplinen oder vergleichbar und gute Kenntnisse der englischen und französischen Sprache. Wünschenswert sind Erfahrungen in der Provenienzforschung zu ethnographischen Sammlungen der Kolonialzeit. Unbedingt empfehlenswert ist im Vorfeld eine Kontaktaufnahme mit einer entsprechenden Hochschule und einer möglichen Betreuungsperson der Dissertation.
Ein hohes Maß an organisatorischen Fähigkeiten, Kreativität, Freude im Umgang mit Menschen, Zuverlässigkeit, Teamgeist und persönlichem Engagement wird vorausgesetzt.

Das Städtische Museum wurde 1861 gegründet und zählt zu den bedeutenden kulturhistorischen Einrichtungen Niedersachsens. Es beherbergt eine repräsentative Sammlung zur Kunst-, Kultur- und Stadtgeschichte. Die ethnologische Sammlung, die seit den Gründungsjahren des Museums aufgebaut wurde, hat für das Haus eine zentrale Bedeutung. Sie umfasst heute ca. 8000 Objekte mit den Schwerpunkten Afrika, Indonesien, Melanesien und Alt-Peru.

Für weitere Auskünfte steht Ihnen die für die Ethnologische Sammlung zuständige Wissenschaftlerin Frau Dr. Haase zur Verfügung (Kontakt unter Evelin.Haase@Braunschweig.de).

Weitere Informationen zur Stadt Braunschweig finden Sie unter www.braunschweig.de.

Schwerbehinderte werden bei gleicher Eignung bevorzugt berücksichtigt. Bewerbungen von Frauen werden besonders begrüßt. In der Stadtverwaltung Braunschweig gehört der Umgang mit kultureller Vielfalt, die Kommunikation und Interaktion zwischen Menschen verschiedener Herkunft und Lebensweisen zum Alltag. Deshalb freut sich die Stadt Braunschweig insbesondere über Bewerberinnen und Bewerber mit interkulturellem Hintergrund. Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen (Lebenslauf, Zeugnisabschriften, lückenloser Nachweis über den bisherigen beruflichen Werdegang) werden in schriftlicher Form (keineE-Mail) unter Angabe der Kenn-Nr. 10.21/161/2018 bis zum 29. September 2018 erbeten an:

Stadt Braunschweig

Fachbereich Zentrale Dienste (10.21)

Postfach 3309

38023 Braunschweig

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 29.09.2018