Fellowship

Staatlichen Kunstsammlungen

Dresden

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden vergeben zum zweiten Mal das dreimonatige FELLOWSHIP SCHENKUNG SAMMLUNG HOFFMANN.

Seit 2018 befindet sich die Sammlung von Erika und Rolf Hoffmann als Schenkung an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Sie ist eine international bedeutende private Kollektion zeitgenössischer Kunst und vereint rund 1.200 Werke aus Malerei, Fotografie, Zeichnung, Skulptur, Installation, Film- und Videokunst. Vertreten sind beispielsweise Jean-Michel Basquiat, Monica Bonvicini, Marcel Broodthaers, Miriam Cahn, Tracey Emin, Isa Genzken, Félix González-Torres, Roni Horn, On Kawara, William Kentridge, Julie Mehretu, François Morellet, Sarah Morris, Bruce Nauman, Ernesto Neto, Hermann Nitsch, Albert Oehlen, Sigmar Polke, Arnulf Rainer, Ad Reinhardt, Pipilotti Rist, Thomas Ruff, Anri Sala, Frank Stella, Hiroshi Sugimoto, Wolfgang Tillmans, Cy Twombly oder Andy Warhol.

Die Anfänge der Sammlung reichen bis in die 1960er Jahre zurück. Zunächst in Mönchengladbach, später in Köln beheimatet, war das Ehepaar Hoffmann eng mit der vitalen Kunstszene des Rheinlandes verbunden und sammelte im engen Austausch mit Künstler*innen. Von Beginn an interessierte sich das Ehepaar Hoffmann für künstlerische Regelverletzungen und Grenzüberschreitungen, in denen sich eine Auseinandersetzung mit der Gegenwart zeigt. Seit dem Tod ihres Mannes 2001 führt Erika Hoffmann die Sammlungstätigkeit konsequent fort und erweiterte den Fokus in Richtung Osteuropa. Die Sammlung, die seit 1997 in einer ehemaligen Nähmaschinenfabrik in den Sophie-Gips-Höfen in Berlin-Mitte untergebracht und dort auch der Öffentlichkeit zugänglich ist, wird in den nächsten Jahren ihren endgültigen Standort in Dresden finden.

Das dreimonatige Forschungsstipendium soll Forschungsvorhaben fördern, die sich der Sammlung Hoffmann widmen, z. B. ihrer Geschichte und Konzeption, ihren Sammlungsschwerpunkten, einzelnen Werken bzw. Werkgruppen sowie ihren Ausstellungs- und Vermittlungsstrategien.

Die Ausschreibung richtet sich vor allem an Absolvent*innen (Master oder Diplom), Doktorand*innen und Postdocs der Kunstgeschichte, Kulturwissenschaften und anderer geisteswissenschaftlicher Disziplinen. Möglich sind zudem Forschungsvorhaben aus dem künstlerisch-wissenschaftlichen und restauratorisch-materialkundlichen Bereich.

Das Forschungsstipendium ist mit 2.000 Euro brutto monatlich dotiert (zzgl. Zuschuss zu Unterbringungs- und Reisekosten in Höhe von maximal 800 Euro) und im Laufe des Jahres 2021 in einem in Absprache wählbaren Zeitabschnitt in Berlin oder Dresden (abhängig vom Forschungsanliegen) zu absolvieren. Die Forschungsergebnisse (auf Deutsch oder Englisch) sollen zum Ende des Fellowships in Form eines publikationsfähigen, die Standards des wissenschaftlichen Arbeitens berücksichtigenden Essays (35.000 Zeichen) den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zur Verfügung gestellt werden. Es ist eine digitale Veröffentlichung der Ergebnisse durch die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden geplant. Weiterhin sollen die Forschungsergebnisse im Rahmen einer (Online-)Veranstaltung, deren Konzeption und Durchführung dem/der Stipendiat*in obliegt, präsentiert werden. Der Durchführungsort einer analogen Veranstaltung ist Dresden oder Berlin.

Die Auswertung der Bewerbungen erfolgt durch eine Jury. Nach Auswahl wird eine vertragliche Vereinbarung zwischen dem/der Stipendiat*in und den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden abgeschlossen.

Bewerbungsunterlagen: Tabellarischer Lebenslauf, relevante Zeugnisse in Kopie, max. 4-seitiges Exposé zum Forschungsvorhaben und dessen Durchführung.

Bewerbungsunterlagen als PDF (und ggf. Rückfragen) bitte bis 15. Februar 2021 an: Dr. Dorothée Brill, Leitung Schenkung Sammlung Hoffmann, dorothee.brill@skd.museum

Datenschutzhinweis: Personenbezogene Daten werden auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b) DSGVO zur Durchführung des Auswahlverfahrens verarbeitet und nach Ablauf des Verfahrens unverzüglich gelöscht.

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 15.02.2021