Forschungsvolontariat (w/m/d)

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Mülheim an der Ruhr

Bewerbungsende: 14.10.2022

Das Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, 1909 gegründet, zählt zu den ältesten Museen des Ruhrgebiets und ist Mitglied im Netzwerk der 21 RuhrKunstMuseen. Seit 1994 befindet es sich im Baudenkmal der ehemaligen Hauptpost mitten im Stadtzentrum und vereint drei Sammlungen unter einem Dach: Hochkarätige Werke expressionistischer Malerei und Grafik bilden den Schwerpunkt der Städtischen Sammlung und der Sammlung Ziegler. Mit der Sammlung Themel besitzt das Kunstmuseum eine der größten Heinrich Zille-Sammlungen außerhalb Berlins. Wechselausstellungen zur Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts sprechen eine breite Öffentlichkeit an. Regelmäßige Vermittlungsangebote, eine angeschlossene Malschule und Artothek machen das Kunstmuseum, das nach einer umfassenden technischen Sanierung 2023 wiedereröffnet wird, zu einem lebendigen Ort der Begegnung mit Kunst.

Zum 1.1.2023 ist für den Zeitraum von 2 Jahren (befristet bis 31.12.2024) die Stelle

einer Forschungsvolontärin/eines Forschungsvolontärs (w/m/divers) zu besetzen.

Im Rahmen des Forschungsvolontariats soll die Grafische Sammlung wissenschaftlich erforscht werden, die derzeit rund 10.000 Werke von der Klassischen Moderne bis hin zu aktuellen Positionen umfasst. Neben einer Vielzahl an Aquarellen, Zeichnungen und Collagen sind sämtliche druckgrafische Techniken von Holzschnitt, Radierung, Lithografie über Offset-Verfahren mit repräsentativen Werken und Werkgruppen vertreten. Nach großen Verlusten im Zweiten Weltkrieg begann der Wiederaufbau mit Schwerpunktsetzung auf internationale Grafikserien, Mappenwerke und Künstlerbücher.

Das Forschungsvolontariat ist in das innovative Förderprogramm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ eingebettet, mit dem das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen Kunst- und Kulturmuseen in ihren Kernaufgaben – dem Sammeln, Bewahren und Erforschen – unterstützt. Ein wissenschaftliches Begleitprogramm, organisiert und realisiert durch die Projektleitung und -koordination am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ermöglicht den Volontär*innen den Austausch untereinander sowie die aktive Teilnahme an aktuellen Museums- und Forschungsdiskursen.

Nach einer Einarbeitungszeit beinhaltet die Bearbeitung des Forschungsthemas folgende

Aufgaben:

  • systematische Sichtung der grafischen Bestände
  • Recherche und wissenschaftliche Aufarbeitung der ab 1945 bis in die 1980er-Jahre getätigten Ankäufe
  • Klärung von Provenienzen und Prüfung von Herkunftsnachweisen, Schließen von Lücken in der Objektdokumentation sowie Forschung nach dem Verbleib der als „entartet“ beschlagnahmten Grafiken
  • Dokumentation und digitale Erfassung, Dateneingabe in die museumsinterne Datenbank (MuseumPlus)
  • Konzeption und Vorbereitung einer abschließenden Ausstellung und Zusammenfassung der Forschungsergebnisse in einer begleitenden Publikation
  • Vernetzung mit projektrelevanten Institutionen und Forschungseinrichtungen sowie
    Teilnahme an den im Rahmen des Förderprogramms stattfindenden Kolloquien

Voraussetzungen

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Master/Diplom/Magister) der Kunstgeschichte,
    Kunst- oder Kulturwissenschaften
  • fundierte Kenntnisse der Kunst des 20. Jahrhunderts, insbesondere der Grafikproduktion (Moderne bis heute)
  • Interesse an Provenienzforschung
  • selbständige und strukturierte Arbeitsweise, Organisations- und Kommunikationsfähigkeit
  • Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Sorgfalt, Engagement, Flexibilität
  • anwendungssichere PC-Kenntnisse, insbesondere MS-Office, Erfahrungen mit Datenbanken (MuseumPlus)
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen und englischen Sprache in Wort und Schrift sowie möglichst einer weiteren Fremdsprache (Französisch von Vorteil)

Wir bieten

Der Verlauf des Volontariats orientiert sich an den Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes. Anhand eines mit Ihnen abgesprochenen Ausbildungsplans werden Sie alle Bereiche des Kunstmuseums kennenlernen. Sie arbeiten selbständig am eigenen Forschungsprojekt. Für den Zeitraum des Volontariats wird Ihnen die Sammlungskuratorin als zentrale Ansprechperson zur Seite gestellt. Wir unterstützen Sie bei der Teilnahme an Fortbildungen und dem Erwerb von Zusatzqualifikationen. Die Nutzung eines vergünstigten Firmentickets für den Personennahverkehr ist optional.

Entsprechend der Förderrichtlinien erfolgt die Vergütung des Volontariats nach 50% E 13 Stufe 1 TVöD und erhöht sich im 2. Jahr auf Stufe 2. Die wöchentliche Arbeitszeit beträgt 39 Stunden (Vollzeit).

Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Anschreiben, Lebenslauf, Zeugniskopien, Qualifikationsnachweise) senden Sie bitte bis zum 14.10.2022 in elektronischer Form (als PDF max. 8 MB) an:

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
Synagogenplatz 1
45468 Mülheim an der Ruhr
E-Mail: kunstmuseum@muelheim-ruhr.de

Betreff: Forschungsvolontariat Kunstmuseum Mülheim

Für Informationen und Rückfragen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

Dr. Beate Reese, Museumsleiterin
Tel.: 0208 – 455 41 70, E-Mail: beate.reese@muelheim-ruhr.de

Anja Bauer-Kersken M. A., Stellvertreterin und Sammlungskuratorin
Tel.: 0208 – 455 41 78, E-Mail: anja.bauer-kersken@muelheim-ruhr.de

Wir wertschätzen Vielfalt und begrüßen daher alle Bewerbungen von Personen – unabhängig von Geschlecht, Nationalität, kultureller, ethnischer und sozialer Herkunft, Religion/Weltanschauung, Behinderung, Alter sowie sexueller Identität.

 

Diese Ausschreibung orientiert sich an den Empfehlungen im Leitfaden für ein wissenschaftliches Volontariat des Deutschen Museumsbundes. 

 

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 14.10.2022