Das Deutsche Hygiene-Museum (DHMD) ist eine moderne, interdisziplinäre Kultur- und Wissenschaftseinrichtung. Im Mittelpunkt der Dauerausstellung “Abenteuer Mensch” steht die Vermittlung von Wissen zu alltäglichen Aspekten und existenziellen Fragen rund um den Menschen und seinen Körper, während das Kinder-Museum erlebnisorientierte Zugänge zum Thema “Welt der Sinne” ermöglicht. Die vielbeachteten Sonderausstellungen sowie das Diskursprogramm beschäftigen sich mit aktuellen Fragestellungen aus Wissenschaft und Gesellschaft, Kunst und Kultur.
Für das Ausstellungsprojekt “Unsterblichkeit” (Arbeitstitel) stellt die Stiftung ab 1. September 2026 befristet bis 7. April 2028 eine Projektassistenz (m/w/d) in Vollzeit (39 Stunden/Woche) ein.
Zur geplanten Sonderausstellung:
Das Streben nach Unsterblichkeit ist eines der ältesten Motive menschlicher Kulturgeschichte. Was sich lange Zeit nur im Bereich mythischer Erzählungen, religiöser Hoffnungen und technologischer Fortschrittsvisionen bewegte, scheint durch den rapiden Fortschritt in den Life Sciences, der Medizin-technologie und der Künstlichen Intelligenz fast greifbar nah. In Zeiten einer zunehmend alternden Gesellschaft, Longevity-Konzepten, biotechnologischer Innovationen, transhumanistischer Bewegungen, digitaler Selbstverewigung sowie der kulturellen Renaissance von Unsterblichkeitsnarrativen in der Popkultur ist die Vorstellung den Tod zu überwinden, nicht länger metaphysischer Traum. Dabei ist Unsterblichkeit nicht nur ein existenzielles Thema des Individuums, sondern ein gesellschaftlich hochrelevanter Fragenkomplex zur zukünftigen Strukturierung unserer Gesellschaft.
Wie wollen wir leben? Wem gehört ein verlängertes Leben? Durch was können wir unsere eigene Langlebigkeit sichern? Welche Konsequenzen ergeben sich für intergenerationale Gerechtigkeit, Ressourcenverteilung und globales Bevölkerungswachstum, wenn Menschen länger oder gar ohne biologisches Enddatum leben? Wird Unsterblichkeit zur Option, führt das zu tiefgreifenden Transformationen in ökonomischen, ökologischen und demografischen Systemen. Ethische, soziale, politische, technologische und kulturelle Dimensionen unseres Zusammenlebens müssen differenziert betrachtet werden. Hier setzt das Hygiene-Museum an. In einem interdisziplinären Dialog zwischen Biotechnologie, Medizinethik, Philosophie, Kunst und Popkultur wird die Ausstellung eine kritische, partizipative und interaktive Auseinandersetzung mit dem Thema Unsterblichkeit anbieten und in seinen Ambivalenzen beleuchten.
Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die
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Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund.
Vielen Dank!