Provenienzforscherin/Provenienzforscher (w/m/d)

Gustav-Lübcke-Museum

Hamm

Das Gustav-Lübcke-Museum in Hamm ist ein Museum für alle. Von außen besticht das von den dänischen Architekten Jørgen Bo und Vilhelm Wohlert konzipierte Haus durch seine beeindruckende Architektur und im Inneren durch sein einladendes lichtdurchflutetes Foyer. Die atmosphärisch ansprechenden, erlebnisreich gestalteten Ausstellungsräume vermitteln einen umfassenden Blick auf die Vielfalt der Sammlung: von der Archäologie und der Stadtgeschichte bis hin zur Angewandten Kunst und der Kunst des 20. Jahrhunderts. Ein Alleinstellungsmerkmal ist die umfangreiche Ägyptische Sammlung des Hauses, die überregional wirkt. Auch auf den verschiedenen Flächen für Sonderausstellungen präsentiert sich das Museum facettenreich. Groß geschrieben wird im Gustav-Lübcke- Museum die Vermittlungsarbeit. Das Programm richtet sich gleichermaßen an die Hammer Bevölkerung und auch an angereiste Interessentinnen und Interessenten. Für Kunst und Kultur zu begeistern, Neugierde zu wecken und beim Besuch des Gustav-Lübcke-Museums Erfahrungen mit Kopf, Herz und Hand zu machen, dafür stehen wir.

Die Stadt Hamm sucht zum nächstmöglichen Termin für ihr Gustav-Lübcke-Museum eine/einen Provenienzforscherin / Provenienzforscher (w/m/d).

Die ausgeschriebene Vollzeitstelle wird durch das Deutsche Zentrum für Kulturgutverluste (Magdeburg) gefördert und ist zunächst für 12 Monate (Dauer des Projekts) befristet, ggfs. ist eine Verlängerung des Projekts um weitere 12 Monate möglich.

Zu Ihrem vielfältigen und interessanten Aufgabenbereich gehören u.a.

  • Sichtung und Erfassung der zwischen 1932 und 1962 erworbenen Gemälde und Graphiken in der Abteilung Kunst des Gustav-Lübcke-Museums
  • systematische Provenienzrecherche zu den einzelnen Kunstwerken mit dem Ziel der Klärung des Eigentums- und Besitzverlaufs, besonders im Hinblick auf die Kunstwerke, bei denen ein NS-verfolgungsbedingter Entzug vorliegen könnte
  • werkbezogene Untersuchungen, Überprüfung interner und externer Archivbestände, Literatur, sowie fachbezogener Datenbanken, Dokumentation der Befunde mit Belegnachweisen
  • Untersuchung des originalen Kunstwerkes, Überprüfung mit den bereits dokumentierten Angaben, Aufnahme und Dokumentation der Befunde mit Belegnachweisen, vornehmlich in die Datenbank MuseumPlus (zetcom)
  • Erstellung eines umfassenden Projektberichtes zu den Forschungsergebnissen nach den Vorgaben des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste
  • Konzeption und Umsetzung von Veranstaltungen im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit zum Thema Provenienzforschung
  • Konzeption und Umsetzung einer Ausstellung und einer begleitenden Publikation basierend auf den Forschungsergebnissen

Sie verfügen über

  • ein abgeschlossenes Studium der Geschichte, der Kunstgeschichte oder einer anderen Geschichtswissenschaft mit Schwerpunkt auf Nationalsozialismus (Magister, Master)
  • historische Kenntnisse in Bezug auf die Zeit des Nationalsozialismus, den Kunstmarkt, den Kunsthandel und den Kulturgutschutz
  • fundierte Kunst- und kulturhistorische Kenntnisse der europäischen Kunstgeschichte insbesondere der Kunst des 19. und 20. Jahrhunderts
  • nachweisbare praktische Erfahrungen in der Archivarbeit und auf dem Gebiet der Provenienzrecherche zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut
  • sehr gute PC-Anwenderkenntnisse, insbesondere im Hinblick auf die Museumssoftware MuseumPlus oder einer vergleichbaren Museumsdatenbank
  • gute Kenntnisse der englischen Sprache (Wort und Schrift), Kenntnisse in einer weiteren Fremdsprache wünschenswert
  • Zuverlässigkeit, Sorgfalt, eigenständiges Arbeiten, Engagement, Koordinationsfähigkeit, Belastbarkeit und Flexibilität, ein hohes Maß an Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit
  • rechtshistorische und juristische Kenntnisse
  • Sensibilität für die politische, historische und ethische Dimension des Themas
  • enge Vernetzung zu anderen Provenienzforschenden, wünschenswert ist die Mitgliedschaft im Arbeitskreis Provenienzforschung e.V.
  • Bereitschaft zu Dienstreisen

Wir bieten Ihnen

  • eine Bezahlung nach Entgeltgruppe 13 TVöD
  • eine weitgehend vom Arbeitgeber finanzierte Zusatzversorgung/Betriebsrente (bei Tarifbeschäftigten)
  • flexible Arbeitszeiten sowie Möglichkeiten zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Privatem
  • Verantwortung innerhalb des Aufgabenbereiches
  • eine qualifizierte Personalentwicklung
  • vielseitige Fortbildungsangebote im modernen stadteigenen Fortbildungszentrum Ahsepark
  • eine engagierte Einarbeitung bzw. Unterstützung durch ein erfahrenes Team
  • ein vergünstigtes Ticket für den Personennahverkehr
  • ein modernes Arbeitsumfeld in unmittelbarer Bahnhofsnähe

Die Stelle ist – je nach Art der Behinderung – auch für Schwerbehinderte geeignet.

Bürgerorientierung und Förderung von bürgerschaftlichem Engagement sind wichtige Ziele der Stadtverwaltung. Sofern Sie also ehrenamtlich tätig sind oder waren, sollten Sie in Ihren Bewerbungsunterlagen darauf hinweisen.

Wir freuen uns Ihre Bewerbung bis zum 10.02.2021 über das Bewerbungsportal der Stadt Hamm zu erhalten. Hierfür nutzen Sie bitte den Button „Online-Bewerbung“ (unten rechts).

Das Hochladen Ihrer Bewerbung nimmt nur wenige Minuten in Anspruch.

Für Ihre Fragen zur ausgeschriebenen Stelle steht Ihnen Frau Josephs vom Personalamt, Tel. (0 23 81) 17 32 35 gerne zur Verfügung.

Inhaltliche Fragen beantwortet gerne der Direktor des Gustav-Lübcke-Museums, Herr Dr. Sölter, Tel. (0 23 81) 17-5702.

Weitere Informationen zur Stadt Hamm erhalten Sie unter www.hamm.de/karriere.

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 10.02.2021