Wiss. Mitarbeiter*in mit dem Aufgabengebiet „Provenienzforschung in der Grafischen Sammlung“

Kunsthalle zu Kiel der Christian-Albrechts-Universität

Kiel

An der Kunsthalle zu Kiel der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel ist zum 17. Januar 2022 die Stelle für eine*n Wissenschaftliche Mitarbeiter*in mit dem Aufgabengebiet „Provenienzforschung in der Grafischen Sammlung“ befristet für die Dauer von zwei Jahren zu besetzen. Die regelmäßige wöchentliche Arbeitszeit beträgt die einer Vollbeschäftigung, (z. Zt. 38,70 Stunden). Die Eingruppierung erfolgt in die Entgeltgruppe 13 TV-L.

Die Kunsthalle zu Kiel möchte im Rahmen dieses Forschungsvorhabens Werke im Bereich der Grafischen Sammlung überprüfen, die von 1951 bis 1998 erworben wurden und vor 1945 entstanden sind. Hier bestehen ungeklärte Provenienzen sowie erste Verdachtsmomente auf NS-verfolgungsbedingt entzogenes Kulturgut.

Das Vorgängerprojekt zur Erforschung der Erwerbungen im Zeitraum 1933 bis 1950 konnte bereits erfolgreich abgeschlossen werden.

Ziel des Projekts ist es, jene Kunstwerke zu ermitteln, die während der NS-Zeit beschlagnahmt oder verfolgungsbedingt veräußert worden sind. Die Kunsthalle zu Kiel strebt in diesen Fällen eine aktive Restitutionspraxis an.

Das Projekt wird durch die Stiftung Deutsches Zentrum Kulturgutverluste gefördert.

Voraussetzungen:

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Hauptfach Kunstgeschichte
  • nachgewiesene mehrjährige berufliche Erfahrung im Bereich der Provenienzforschung und, damit verbunden, große Sicherheit und hohe Sorgfalt in der wissenschaftlichen Recherchepraxis der Provenienzforschung
  • nachgewiesene Expertise im Umgang mit der Verarbeitung von großen Datenmengen und im Erstellen von wissenschaftlichen Dossiers zu Rechercheergebnissen in der Provenienzforschung
  • nachgewiesene Erfahrung in der Strukturierung zeitlich begrenzter Forschungsprojekte bzw. Drittmittelprojekte
  • Kommunikations- und Kooperationskompetenz sowie Teamfähigkeit
  • Sensibilität für die politische und historische Bedeutung des Projekts
  • sehr gute Englisch- und möglichst Französischkenntnisse
  • von Vorteil sind Kenntnisse der grafischen Künste (Techniken, Künstler*innen, Epochen etc.)
  • wünschenswert sind Erfahrungen mit Datenbanken (z. B. MuseumPlus)
  • wünschenswert ist die Mitgliedschaft im Arbeitskreis für Provenienzforschung
  • die Bereitschaft zur Durchführung von Dienstreisen und zur Vernetzung mit Fachkolleg*innen wird vorausgesetzt

 Ihre Aufgaben sind:

  • Erforschung der Provenienzen der fraglichen Kunstwerke
  • umfassende Dokumentation der Forschungsergebnisse für das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste und die Kunsthalle zu Kiel in analogen und digitalen Medien
  • Ermittlung der rechtmäßigen Eigentümer*innen und ihrer Rechtsnachfolger*innen
  • Information der Öffentlichkeit über Inhalte, Fortschritte und Ergebnisse des Projekts durch Presse, Newsletter, Veranstaltungsformate und Homepage

Wir bieten:

  • Profilierung in einem wichtigen Forschungsbereich der Kunstgeschichte und einem zentralen musealen Arbeitsfeld
  • eigenverantwortliches Arbeiten in einem engagierten Team
  • Möglichkeiten zur Fortbildung

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel versteht sich als moderne und weltoffene Arbeitgeberin. Wir begrüßen Ihre Bewerbung unabhängig Ihres Alters, Ihres Geschlechts, Ihrer kulturellen und sozialen Herkunft, Religion, Weltanschauung, Behinderung oder sexuellen Identität. Wir fördern die Gleichberechtigung der Geschlechter. Frauen werden bei gleichwertiger Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung vorrangig berücksichtigt.

Diese Ausschreibung richtet sich gleichermaßen an Beschäftigte des Landes Schleswig-Holstein und an externe Bewerber*innen.

Die Christian-Albrechts-Universität zu Kiel setzt sich für die Beschäftigung von Menschen mit Behinderung ein: Bewerbungen von Schwerbehinderten und ihnen Gleichgestellten werden bei entsprechender Eignung bevorzugt berücksichtigt.

Ausdrücklich begrüßen wir es, wenn sich Menschen mit Migrationshintergrund bei uns bewerben.

Auf die Vorlage von Lichtbildern / Bewerbungsfotos verzichten wir ausdrücklich und bitten daher, hiervon abzusehen.

Bewerbungen mit den üblichen Unterlagen richten Sie bitte bis zum 22. Oktober 2021 per E-Mail zusammengefasst als PDF-Datei (diese sollte die Größe von 10 MB nicht überschreiten) an die Direktorin der Kunsthalle zu Kiel, Dr. Anette Hüsch (bewerbung@kunsthalle-kiel.de), Düsternbrooker Weg 1, 24105 Kiel

Für Rückfragen steht Ihnen die Projektleitung, Dr. Annette Weisner (weisner@kunsthalle-kiel.de), zur Verfügung.

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 22.10.2021