Wiss. Referenten (m/w/d)

Landesamt für Denkmalpflege Sachsen

Görlitz/Bautzen/Leipzig

Im Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD) sind zum nächstmöglichen Zeitpunkt insgesamt neun Stellen von wissenschaftlichen Referenten (m/w/d) im Rahmen eines von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien geförderten Projektes befristet für die Projektdauer von 2 Jahren zu besetzen.

Im August 2020 hat der Deutsche Bundestag das Strukturstärkungsgesetz Kohleregionen verabschiedet, dessen Ziel es ist, die vom Braunkohleausstieg betroffenen Regionen zu fördern und den dortigen Strukturwandel zu begleiten. Vor diesem Hintergrund führen das Landesamt für Denkmalpflege Sachsen (LfD) und das Landesamt für Archäologie Sachsen (LfA) ein durch Bundesmittel finanziertes zweijähriges interdisziplinäres Erfassungsprojekt zur Erforschung der energiebasierten Kulturlandschaft mit ihren prägenden materiellen Zeugnissen durch. An diesem länderübergreifenden Projekt sind die Bundesländer Brandenburg, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Nordrhein-Westfalen beteiligt.

Erfasst und bewertet werden Bauten und technische Anlagen in unmittelbarem oder mittelbarem Zusammenhang mit der Braunkohleindustrie, einschließlich ihrer landschaftlichen, städtebaulichen und wirtschaftsgeschichtlichen Bezüge. Der Freistaat Sachsen wird von zwei Braunkohlerevieren berührt. Daher gibt es folgende zwei Untersuchungsgebiete:

  • für das Lausitzer Revier die Landkreise Görlitz und Bautzen beziehungsweise
  • für das Mitteldeutsche Revier die Stadt Leipzig und die Landkreise Leipzig und Nordsachsen.

Die Erfassung erfolgt sowohl analog in normierten Formularen als auch digital innerhalb der jeweiligen Fachdatenbank und GIS-Systeme von LfD bzw. LfA. Sie soll in Anlehnung an die Publikationsreihe „Denkmaltopographie Bundesrepublik Deutschland“ veröffentlicht werden.

Als Dienstorte sind für das Lausitzer Revier Weißwasser bzw. für das Mitteldeutsche Revier Borna vorgesehen.

Für die Untersuchungsgebiete sind jeweils vier Vollzeitstellen und eine Teilzeitstelle (ggf. vereint zu einer Vollzeitstelle für beide Gebiete) im Referat III.2 Inventarisation/Listenerfassung des LfD für zwei Jahre wie folgt zu besetzen:

1. Für das Lausitzer Revier:

 1 x Inventarisation mit Schwerpunkt Projektsteuerung (Kennziffer 01/21)

  • Leitung, Koordinierung und Erfolgskontrolle des Projektteams vor Ort, Abstimmung und Einbindung weiterer Beteiligter
  • Erfassung, Bewertung sowie Hinweise zu Nachnutzungspotentialen der Zeugnisse der Kohle- und Energiewirtschaft durch Vorortbesichtigung, einschließlich ggf. erforderlicher Begründung des Denkmalwertes
  • Erarbeitung von Fotodokumentationen
  • Quellen- und Archivrecherche
  • Literaturauswertung
  • Eingabe der Ergebnisse in Erfassungsdatenbank
  • enge Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Mitteldeutschen Reviers

3 x Inventarisation (Kennziffer 02/21)

  • Erfassung, Bewertung sowie Hinweise zu Nachnutzungspotentialen der Zeugnisse der Kohle- und Energiewirtschaft durch Vorortbesichtigung, einschließlich ggf. erforderlicher Begründung des Denkmalwertes
  • Erarbeitung von Fotodokumentationen
  • Quellen- und Archivrecherche
  • Literaturauswertung
  • Eingabe der Ergebnisse in Erfassungsdatenbank
  • enge Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Mitteldeutschen Reviers

Zwingende Voraussetzungen (bitte entsprechende Nachweise beifügen):

  • abgeschlossener Diplom-, Magister- oder Masterstudiengang mit dem Hauptfach Kunstgeschichte, Architektur, Industriearchäologie/Technikgeschichte, Garten-/Landschaftsar­chitektur oder Geographie, möglichst mit Spezialisierung bzw. Erfahrungen auf dem Gebiet der Denkmalpflege
  • Kenntnisse der sächsischen Industrie-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte
  • Führerschein Klasse B

Erwartet werden:

  • gute EDV-Kenntnisse (z.B. Office-Paket, Bildbearbeitung) sowie ein routinierter Umgang mit Datenbanken und Geoinformationssystemen
  • selbständige und flexible Arbeitsweise, Belastbarkeit, Teamfähigkeit
  • hohes Maß an kommunikativer und sozialer Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsvermögen

0,5 x Geoinformatik (Kennziffer 03/21)

  • Denkmalkartierung und Datenqualifikation obertägiger Zeugnisse der Braunkohleindustrie
  • Verknüpfung verschiedener Fachinformationssysteme (Datenstrukturierung, Erarbeitung von Normdaten) sowie Datenmigration
  • wissenschaftliche und technische Aufbereitung von Geländedaten (insbesondere Fotografie und Messdaten)
  • Aufnahme von Basisdaten im Gelände

Zwingende Voraussetzungen (bitte entsprechende Nachweise beifügen):

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Geografie/Geoinformatik/Stadt-und Regionalplanung oder verwandter Fächer im Bereich der Denkmalpflege wünschenswert mit ausgewiesener Expertise im Bereich Geoinformationssysteme
  • Kenntnisse im Bereich der Städtebau- und Architekturgeschichte sowie der Denkmalkunde
  • IT-Kenntnisse in den Bereichen Geoinformationssysteme (GIS), SQL-Datenbanken

Erwartet werden:

  • Erfahrung im Umgang mit Fachinformationssystemen, bevorzugt im Bereich der Denkmalpflege
  • Erfahrung im Bereich digitaler Facharchive
  • Erfahrung in der teamorientierten Projektarbeit
  • Führerschein Klasse B
  • selbständige und flexible Arbeitsweise, Belastbarkeit, Teamfähigkeit
  • hohes Maß an kommunikativer und sozialer Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsvermögen

2. Für das Mitteldeutsche Revier:

1 x Inventarisation mit Schwerpunkt Projektsteuerung (Kennziffer 04/21)

  • Leitung, Koordinierung und Erfolgskontrolle des Projektteams vor Ort, Abstimmung und Einbindung weiterer Beteiligter
  • Erfassung, Bewertung sowie Hinweise zu Nachnutzungspotentialen der Zeugnisse der Kohle- und Energiewirtschaft durch Vorortbesichtigung, einschließlich ggf. erforderlicher Begründung des Denkmalwertes
  • Erarbeitung von Fotodokumentationen
  • Quellen- und Archivrecherche
  • Literaturauswertung
  • Eingabe der Ergebnisse in Erfassungsdatenbank
  • enge Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Lausitzer Reviers

3 x Inventarisation (Kennziffer 05/21)

  • Erfassung, Bewertung sowie Hinweise zu Nachnutzungspotentialen der Zeugnisse der Kohle- und Energiewirtschaft durch Vorortbesichtigung, einschließlich ggf. erforderlicher Begründung des Denkmalwertes
  • Erarbeitung von Fotodokumentationen
  • Quellen- und Archivrecherche
  • Literaturauswertung
  • Eingabe der Ergebnisse in Erfassungsdatenbank
  • enge Zusammenarbeit mit dem Projektteam des Lausitzer Reviers

Zwingende Voraussetzungen (bitte entsprechende Nachweise beifügen):

  • abgeschlossener Diplom-, Magister- oder Masterstudiengang mit dem Hauptfach Kunstgeschichte, Architektur, Industriearchäologie/Technikgeschichte, Garten-/Landschaftsar­chitektur oder Geographie, möglichst mit Spezialisierung bzw. Erfahrungen auf dem Gebiet der Denkmalpflege
  • Kenntnisse der sächsischen Industrie-, Wirtschafts- und Kulturgeschichte
  • Führerschein Klasse B

Erwartet werden:

  • gute EDV-Kenntnisse (z.B. Office-Paket, Bildbearbeitung) sowie ein routinierter Umgang mit Datenbanken und Geoinformationssystemen
  • selbständige und flexible Arbeitsweise, Belastbarkeit, Teamfähigkeit
  • hohes Maß an kommunikativer und sozialer Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsvermögen

0,5 x Geoinformatik (Kennziffer 06/21)

  • Denkmalkartierung und Datenqualifikation obertägiger Zeugnisse der Braunkohleindustrie
  • Verknüpfung verschiedener Fachinformationssysteme (Datenstrukturierung, Erarbeitung von Normdaten) sowie Datenmigration
  • wissenschaftliche und technische Aufbereitung von Geländedaten (insbesondere Fotografie und Messdaten)
  • Aufnahme von Basisdaten im Gelände

Zwingende Voraussetzungen (bitte entsprechende Nachweise beifügen):

  • abgeschlossenes Hochschulstudium im Bereich der Geografie/Geoinformatik/Stadt-/und Regionalplanung oder verwandter Fächer im Bereich der Denkmalpflege wünschenswert mit ausgewiesener Expertise im Bereich Geoinformationssysteme
  • Kenntnisse im Bereich der Städtebau- und Architekturgeschichte sowie der Denkmalkunde
  • IT-Kenntnisse in den Bereichen Geoinformationssysteme (GIS), SQL-Datenbanken

Erwartet werden:

  • Erfahrung im Umgang mit Fachinformationssystemen, bevorzugt im Bereich der Denkmalpflege
  • Erfahrung im Bereich digitaler Facharchive
  • Erfahrung in der teamorientierten Projektarbeit
  • Führerschein Klasse B
  • selbständige und flexible Arbeitsweise, Belastbarkeit, Teamfähigkeit
  • hohes Maß an kommunikativer und sozialer Kompetenz, Organisations- und Durchsetzungsvermögen

Nach Vorliegen der persönlichen Voraussetzungen erfolgt die Vergütung nach Entgeltgruppe 13 des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (TV-L).

Auf die bevorzugte Berücksichtigung von schwerbehinderten Menschen bei Vorliegen gleicher Eignung wird geachtet. Schwerbehinderte Menschen oder ihnen gleichgestellte Bewerberinnen und Bewerber, die die o. g. Voraussetzungen erfüllen, werden daher ausdrücklich aufgefordert, sich zu bewerben. Der Bewerbung ist ein Nachweis der Schwerbehinderung oder Gleichstellung beizufügen.

Soweit Sie die vorgenannten Voraussetzungen erfüllen, bitten wir Sie um Zusendung Ihrer aussagefähigen Bewerbungsunterlagen unter Angabe der entsprechenden Kennziffer bis 5. März 2021 an das

LANDESAMT FÜR DENKMALPFLEGE SACHSEN
Referat I.1
Schloßplatz 1
01067 Dresden

oder per E-Mail an personallfd@lfd.sachsen.de

Bewerber, die bereits beim Freistaat Sachsen beschäftigt sind, werden zusätzlich gebeten, ihre Zustimmung zur Einsicht in die Personalakte zu erteilen.

Bewerbungen, die nach dem 5. März 2021 eingehen, finden im Auswahlverfahren keine Berücksichtigung.

Als Ansprechpartnerin steht Ihnen Frau Wendler, Telefon 0351/48430-435, gern zur Verfügung.

Hinweis zum Datenschutz:

Es wird darauf hingewiesen, dass Sie mit Ihrer Bewerbung gleichzeitig Ihr Einverständnis zur Verarbeitung Ihrer persönlichen Daten bis zum Abschluss des Bewerbungsverfahrens erteilen.

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 05.03.2021