Wiss. Volontär*in (m/w/d)

Zentrum für verfolgte Künste gGmbH

Solingen Gräfrath

Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW: Oscar Zügel Volontariat im Zentrum für verfolgte Künste.

Das Museum Zentrum für verfolgte Künste gGmbH sucht zum 01. Juli 2020 eine*n Wissenschaftliche*n Volontär*in (m/w/d).

Stelleninformationen

  • Standort: Solingen Gräfrath
  • Befristung: 2 Jahre
  • Arbeitszeit: Vollzeit
  • Vergütung: 1. Jahr 2.017,57 €, 2. Jahr 2.068,70 € – entspricht 1⁄2 E13

Ihre Aufgaben

Das ‚Oscar Zügel Volontariat‘ soll einen der wichtigsten Vertreter unserer Sammlung betreuen. Dazu gehören insbesondere die Tiefenerschliessung seines Nachlasses, Recherche und wissenschaftliche Aufarbeitung. Zum Ende des Volontariats sollen die Forschungsergebnisse in einer Kabinettausstellung anschaulich präsentiert werden. Während der Stellenausübung erhalten Sie fundierten Einblick sämtliche Abteilungen des Museums.

Oscar Zügels Biografie, sein Werk und Wirken stehen exemplarisch für die ‚vergessene Moderne‘, die wir in unserem Museum zeigen und damit wieder sichtbar machen wollen. Die Erschließung und Präsentation des mannigfaltigen Nachlasses Oscar Zügels umfasst alle Aufgaben musealer Arbeit: Sammeln, Bewahren, Forschen, Ausstellen, Vermitteln und Kulturmanagement. Eine Kabinettausstellung ist der Abschluss des Volontariats und ein bedeutender Beitrag in der Erinnerungsarbeit und im Forschungsdiskurs der verfolgten Künste.

Das Ziel des zweijährigen Volontariats ist die Befähigung zur Wahrnehmung der Aufgaben von Mitarbeitenden des höheren Dienstes. Wir bieten im Rahmen des Volontariats einen Überblick zum Leistungsprofil wissenschaftliche Mitarbeiter*in im Museum.

 

Ihr Profil

Voraussetzung für die Besetzung

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Magister, Master oder Staatsexamen) mit dem Schwerpunkt Kunstgeschichte oder Kulturwissenschaften oder vergleichbaren humanwissenschaftlichen Fächern.

Wünschenswert sind

  • Erfahrungen im Bereich der wissenschaftlichen Arbeit und im praktischen Umgang mit ästhetischen Artefakten
  • Teamfähigkeit
  • Kommunikationsbereitschaft
  • Kreativität und Schaffensfreude

Wir bieten Ihnen

  • Moderne, attraktive und Arbeitsbedingungen
  • Mitarbeit in einem jungen, diversen Team in einem dynamischen Museum
  • Sozialleistungen für den öffentlichen Dienst
  • Betriebliche Gesundheitsförderung und Sozialberatung
  • Coaching und Mentoring
  • vielfältige Einsatzgebiete in unseren internationalen Projekten

Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Bitte beachten Sie, dass das Einreichen einer aktuellen dienstlichen Beurteilung bzw. eines Arbeitszeugnisses (jeweils nicht älter als ein Jahr) verpflichtend ist.

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung in deutscher Sprache Anschreiben, Lebenslauf, Nachweise über den Ausbildungs-/ Studienabschluss und Arbeitszeugnisse bzw. dienstliche Beurteilungen bei.

Falls Sie Ihren Studienabschluss im Ausland erlangt haben, fügen Sie bitte auch eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei. Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Internetseite www.kmk.org/zab.

Bitte richten sie Ihre Bewerbung digital, am besten zusammengefasst in einer *.pdf- Datei bis zum 1. Juni 2020 an info@verfolgte-kuenste.de.

Telefonische Auskünfte zu Aufgaben und Stelle erteilt Frau Susanne Vieten, erreichbar unter der Rufnummer + 49-212258 140.

Für eine persönliche Vorstellung sollten Sie nach Rücksprache zur Verfügung stehen. Eine Erstattung von Reisekosten im Zusammenhang mit der Vorstellung ist leider nicht möglich. Es können nur vollständige Bewerbungen berücksichtigt werden. Empfangsbestätigungen auf Bewerbungen werden nicht versandt. Wir kontaktieren ausschließlich Kandidatinnen und Kandidaten, die zu einer persönlichen Vorstellung eingeladen werden.

Unser Profil

Das Zentrum für verfolgte Künste ist ein Museum für Menschen, deren künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten von den Diktaturen des letzten Jahrhunderts und bis in die Gegenwart hinein durch Terror und Gewalt blockiert, verhindert und vernichtet wurden. Es bezieht sich im Kern seines Handelns auf die Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider und setzt sich auseinander mit bildkünstlerischen und literarischen Werken, die die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse zwischen 1914 und 1989 spiegeln. Ebenso widmet sich das Zentrum den verfolgten darstellenden Künsten wie Musik, Film, Theater und Kabarett. Das Zentrum, getragen von der Klingenstadt Solingen und dem Landschaftsverband Rheinland, geht weltweit Kooperationen ein und trägt die Aufarbeitung diktatorischer Vergangenheit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das Zentrum kooperiert mit verwandten Institutionen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen. Es beteiligt sich an Forschungsprojekten und dient als Plattform zur Darstellung von Initiativen, themenbezogenen Veranstaltungen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Es ist ein Dialograum für Betroffene und nachfolgende Generationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie alle am Thema Interessierte.

Das Programm ‚Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW‘

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kunst- und Kulturmuseen seit 2020 mit dem innovativen Förderprogramm „Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW“ in ihren Kernaufgaben – dem Sammeln, Bewahren und Erforschen. Zu diesem Zweck stärkt das Programm einerseits das individuelle Profil der beteiligten Museen und unterstützt andererseits die wissenschaftliche Ausbildung junger Nachwuchswissenschaftler*innen am Museum sowie ihre Vernetzung innerhalb der ‚scientific community‘.

Die Forschungsvolontariate schaffen für Volontär*innen erstmals ein spezifisch der Erschließung und Erforschung von musealen Sammlungen gewidmetes Ausbildungsprogramm. Ein wissenschaftliches Begleitprogramm, organisiert und realisiert durch die Projektleitung und – koordination am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ermöglicht den Volontär*innen den Austausch untereinander sowie die aktive Teilnahme an aktuellen Museums- und Forschungsdiskursen.

Im Zuge der wissenschaftlichen Ausbildung am Museum wird die Teilnahme des/der Volontär*in am wissenschaftlichen Begleitprogramm ausdrücklich erwünscht und unterstützt.

Detaillierte Informationen zum ausgeschriebenen Forschungsvolontariat fin- den Sie hier: https://verfolgte-kuenste.com/wp-content/uploads/2020/05/Oscar- Zügel-Volontariat_web.pdf

Diese Ausschreibung entspricht den Empfehlungen im Leitfaden für ein wissenschaftliches Volontariat des Deutschen Museumsbundes.

Sie finden den Leitfaden hier: https://www.museumsbund.de/publikationen/leitfadens-fuer-das-wissenschaftliche-volontariat-am-museum/

 

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 01.06.2020