Wissenschaftliche:r Volontär:in (m/w/d) Plurale Erinnerungsperspektiven im Kontext der Künste

Museum Zentrum für verfolgte Künste gGmbH

Solingen

Bewerbungsende: 15.10.2022

Das Museum Zentrum für verfolgte Künste gGmbH

sucht zum 01. Januar 2023

eine:n Wissenschaftliche:n Volontär:in (m/w/d).

Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW: Plurale Erinnerungsperspektiven im Kontext der Künste im Zentrum für verfolgte Künste, Solingen

Stelleninformationen

  • Standort: Solingen Gräfrath
  • Befristung: 2 Jahre
  • Arbeitszeit: Vollzeit
  • Vergütung: 1. Jahr 2037,15 €, 2. Jahr 2192,64 € – entspricht ½ E13 TV-L

Ihre Aufgaben

Mit dem Volontariat Plurale Erinnerungsperspektiven schaffen wir im Museum eine Stelle, die sich mit der Diversität unserer Sammlung Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider befassen und Diskriminierungsmechanismen aufzeigen soll.

Der Schwerpunkt des angestrebten Volontariats liegt in der Erschließung der Vielgestaltigkeit kultureller Ausdrucksformen und der diversen Verhandlung von sozialpolitischen Themen innerhalb der Sammlung mit Blick auf die Gesellschaft der Gegenwart. Daran anknüpfend sollen bislang in Ausstellungen und Forschung unterrepräsentierte Perspektiven bewusst sichtbar gemacht werden, wie beispielweise der rassistisch motivierte Brandanschlag auf das Wohnhaus der Familie Genç in Solingen.

Das Ziel des zweijährigen Volontariats ist die Befähigung zur Wahrnehmung der Aufgaben von Mitarbeitenden des höheren Dienstes. Wir bieten im Rahmen des Volontariats einen Überblick zum Leistungsprofil wissenschaftliche Mitarbeiter:in im Museum.

Ihr Profil

Wir suchen eine weltoffene Persönlichkeit, der/die Erfahrung und das Wissen unseres Teams um weitere Perspektiven ergänzt und mit uns die inhaltliche und konzeptuelle Weiterentwicklung unseres Hauses produktiv und kritisch begleitet. Als Bewerber:in haben Sie profunde Kenntnis der Diskurse moderner Kunstvermittlung, innovativer Ausstellungs- und Vermittlungsformen und Entwicklungen im Bereich Diversität und Inklusion.

Voraussetzung für die Besetzung

  • Abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium (Magister, Master oder Staatsexamen) mit dem Schwerpunkt Kunstvermittlung, Sozial- oder Kulturwissenschaften oder vergleichbaren Fächern

Wünschenswert sind

  • Erfahrungen im Bereich der wissenschaftlichen Arbeit und im praktischen Umgang mit verschiedenen Kunstformen
  • Diversitätskompetenz und ein diversitäts- und diskriminierungsbewusster Umgang mit Besucher:innen, Kolleg:innen, Projektpartner:innen etc.
  • Erfahrungen im Bereich der analogen, digitalen und/oder hybriden Vermittlung
  • Sichere Beherrschung der deutschen und englischen Sprache, die Beherrschung einer dritten Sprache (z.B. Arabisch, Farsi, Türkisch) ist von Vorteil. Auch Kenntnisse in leichter Sprache sind wünschenswert
  • Kommunikationsbereitschaft
  • Kreativität

Wir bieten Ihnen

  • Moderne, attraktive und Arbeitsbedingungen
  • Mitarbeit in einem jungen Team in einem dynamischen und wachsenden Museum
  • Sozialleistungen für den öffentlichen Dienst
  • Betriebliche Gesundheitsförderung und Sozialberatung
  • Coaching und Mentoring
  • vielfältige Einsatzgebiete in unseren internationalen Projekten

Menschen mit Schwerbehinderung werden bei gleicher Eignung und Qualifikation bevorzugt eingestellt.

Bitte fügen Sie Ihrer Bewerbung in deutscher Sprache Anschreiben, Lebenslauf, Nachweise über den Ausbildungs-/ Studienabschluss und Arbeitszeugnisse bzw. dienstliche Beurteilungen bei.

Falls Sie Ihren Studienabschluss im Ausland erlangt haben, fügen Sie bitte auch eine Zeugnisbewertung der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen (ZAB) bei. Weitere Informationen hierzu entnehmen Sie bitte der Internetseite www.kmk.org/zab.

Bitte richten sie Ihre Bewerbung digital, am besten zusammengefasst in einer *.pdf-Datei, bis zum 15. Oktober 2022 an info@verfolgte-kuenste.de.

Telefonische Auskünfte zu Aufgaben und Stelle erteilt Frau Birte Fritsch, erreichbar unter der Rufnummer + 49-212 258 0-18.

Für eine persönliche Vorstellung sollten Sie nach Rücksprache zur Verfügung stehen. Eine Erstattung von Reisekosten im Zusammenhang mit der Vorstellung ist leider nicht möglich. Es können nur vollständige Bewerbungen berücksichtigt werden. Empfangsbestätigungen auf Bewerbungen werden nicht versandt. Wir kontaktieren ausschließlich Kandidatinnen und Kandidaten, die zu einer persönlichen Vorstellung eingeladen werden.

Diese Ausschreibung entspricht den Empfehlungen im Leitfaden für ein wissenschaftliches Volontariat des Deutschen Museumsbundes. Sie finden den Leitfaden hier: https://www.museumsbund.de/publikationen/leitfadens-fuer-das-wissenschaftliche-volontariat-am-museum/.

Über uns

Das Zentrum für verfolgte Künste ist ein Museum für Menschen, deren künstlerische Entfaltungsmöglichkeiten von den Diktaturen des letzten Jahrhunderts und bis in die Gegenwart hinein durch Terror und Gewalt blockiert, verhindert und vernichtet wurden. Es bezieht sich im Kern seines Handelns auf die Bürgerstiftung für verfolgte Künste – Else-Lasker-Schüler-Zentrum – Kunstsammlung Gerhard Schneider und setzt sich auseinander mit bildkünstlerischen und literarischen Werken, die die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse zwischen 1914 und 1989 spiegeln. Ebenso widmet sich das Zentrum den verfolgten darstellenden Künsten wie Musik, Film, Theater und Kabarett. Das Zentrum, getragen von der Klingenstadt Solingen und dem Landschaftsverband Rheinland, geht weltweit Kooperationen ein und trägt die Aufarbeitung diktatorischer Vergangenheit über die Grenzen Deutschlands hinaus. Das Zentrum kooperiert mit verwandten Institutionen, Universitäten und anderen Bildungseinrichtungen. Es beteiligt sich an Forschungsprojekten und dient als Plattform zur Darstellung von Initiativen, themenbezogenen Veranstaltungen und wissenschaftlichen Auseinandersetzungen. Es ist ein Dialograum für Betroffene und nachfolgende Generationen, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie alle am Thema Interessierte.

Forschungsvolontariate Kunstmuseen NRW

Das Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt die Kunst- und Kulturmuseen seit 2020 mit dem innovativen Förderprogramm Forschungsvolontariat Kunstmuseen NRW in ihren Kernaufgaben – dem Sammeln, Bewahren und Erforschen. Zu diesem Zweck stärkt das Programm einerseits das individuelle Profil der beteiligten Museen und unterstützt andererseits die wissenschaftliche Ausbildung junger Nachwuchswissenschaftler*innen am Museum sowie ihre Vernetzung innerhalb der ‚scientific community‘.

Die Forschungsvolontariate schaffen für Volontär:innen erstmals ein spezifisch der Erschließung und Erforschung von musealen Sammlungen gewidmetes Ausbildungsprogramm. Ein wissenschaftliches Begleitprogramm, organisiert und realisiert durch die Projektleitung und -koordination am Institut für Kunstgeschichte der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, ermöglicht den Volontär*innen den Austausch untereinander sowie die aktive Teilnahme an aktuellen Museums- und Forschungsdiskursen.

Im Zuge der wissenschaftlichen Ausbildung am Museum wird die Teilnahme des/der Volontär:in am wissenschaftlichen Begleitprogramm ausdrücklich erwünscht und unterstützt.

 

Diese Ausschreibung orientiert sich an den Empfehlungen im Leitfaden für ein wissenschaftliches Volontariat des Deutschen Museumsbundes. 

 

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 15.10.2022