zwei Vollzeitstellen (40 Std./Woche) Provenienzforschung (m/w/d)

Deutsches Optisches Museum

Jena

Die Stiftung Deutsches Optisches Museum besetzt zum nächstmöglichen Zeitpunkt zwei Vollzeitstellen (40 Std./Woche) Provenienzforschung (m/w/d).

Die Stiftung Deutsches Optisches Museum hat sich die Aufgabe gesetzt, das ehemalige Optische Museum in Jena zum Deutschen Optischen Museum (D.O.M.) aus­zubauen. Im Zentrum der Stadt wird es an die optischen Traditionen Jenas anknüpfen, um vorhandene Bestände zu bewahren und auszubauen, wissenschaftlich zu erschließen und zu präsentieren sowie aktuellste Forschungsergebnisse aus Optik & Photonik allgemein zugänglich zu machen. Bildungsauftrag des D.O.M. ist es, die Kenntnis der Optik zu fördern und Freude an Physik und Naturwissenschaften nachhaltig zu fördern. Als forschendes Museum lebt das D.O.M. aus der Verknüpfung mit Wissenschaft und Forschung und dient als Schaufenster der Optikforschung.

Im Rahmen der vollständigen Dokumentation, Erfassung und Erschließung der Sammlung des D.O.M. sollen zwei Provenienzforscher*innen eingestellt werden. Ihre Aufgabe ist die Überprüfung aller während der Zeit des Nationalsozialismus (NS-Zeit) eingegangenen Sammlungsobjekte auf NS-verfolgungsbedingte Entziehung (sog. „NS-Raubgut“). Die Stellen sind zunächst für die Dauer von einem Jahr zu besetzen. Folgeanträge zur Weiterfinanzierung der Stellen sind vorgesehen.

Das Aufgabengebiet in diesem Kontext umfasst insbesondere:

  • Erfassen von musealen Objekten, Anlegen von Objektlisten und Objektdatenbanken
  • Zusammenführen und Auswerten von Dokumenten des Museumsarchivs
  • selbständige Suche nach weiteren relevanten archivalischen Dokumenten und Einholen behördlicher Auskünfte
  • transparentes Aufbereiten und Dokumentieren der Arbeitsergebnisse
  • Formulieren von Handlungsempfehlungen für das D.O.M.

Anforderungsprofil:

  • abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium in einer für das Aufgabenprofil geeigneten Studienrichtung, vorzugsweise Geschichte, Kunstgeschichte, Politikwissenschaften oder ähnliches. Eine Promotion auf einem dieser Gebiete ist vorteilhaft.
  • Kenntnis der deutschen Archivlandschaft und Erfahrung im Bereich Archivrecherche, Bewertung von und sachgerechter Umgang mit Archivalien. Wünschenswert sind zudem Erfahrungen im Umgang mit deutschen / internationalen Institutionen, die zum Thema NS-Raubgut arbeiten.
  • ausgeprägtes historisches Verständnis und Kenntnisse zum Holocaust und dessen Aufarbeitung
  • Kenntnisse zum NS-Kulturgutraub und zur Geschichte der Restitutionspolitik und ‑praxis, national und international sind erwünscht
  • Erfahrungen in der Provenienzforschung und -recherche sind erwünscht
  • Erfahrung im Umgang mit technischem Sammlungsgut unter Einhaltung konservatorisch-museologischer Standards
  • hohe Eigeninitiative und Selbständigkeit sowie eine ergebnisorientierte Arbeitsweise
  • Kenntnisse der Archivsoftware FAUST sind erwünscht
  • sehr gute Kenntnisse der englischen Sprache in Wort und Schrift
  • Flexibilität im Arbeitsort, da Recherchen auch kurzfristige mehrtägige Dienstreisen erforderlich machen werden

Wir bieten:

  • Arbeit in einem interessanten und politisch sensiblen Aufgabengebiet
  • Arbeit in einem dynamischen Team
  • flexible Arbeitszeiten
  • Möglichkeit zum Publizieren der Ergebnisse
  • Vergütung angelehnt an TV-L E 13, sofern die persönlichen Voraussetzungen erfüllt sind

Schwerbehinderte Bewerber*innen werden bei gleicher fachlicher Eignung bevorzugt berücksichtigt (Arbeitsorte sind nur bedingt barrierefrei).

Fragen, sowie Ihre vollständigen und aussagekräftigen Bewerbungsunterlagen (Lebenslauf, Zeugnisse, Beurteilungen) (ausschließlich elektronisch, eine PDF-Datei) adressieren Sie bitte bis zum 30.09.2019 an Dr. Juliane Suchy: juliane.suchy@deutsches-optisches-museum.de, Telefonnummer 03641-4726445.

Die Bewerber*innen sind mit der Verarbeitung ihrer personenbezogenen Daten, soweit es für das Bewerbungsverfahren erforderlich ist, einverstanden. Ihre Bewerbungsunterlagen werden nach Ablauf von drei Monaten nach Beendigung des Bewerbungsverfahrens vernichtet. Die Erstattung von Reisekosten aus Anlass von Vorstellungsgesprächen ist grundsätzlich nicht möglich.

Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die die Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund. Wenn in der Ausschreibung keine E-Mail-Adresse angegeben ist, sind Online-Bewerbungen nicht erwünscht. Vielen Dank!

Bewerbungsende: 30.09.2019