Der Vortrag führt in Begriff und Methoden der Provenienzforschung ein – von der Klärung von Besitzverhältnissen bei NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut bis hin zur Untersuchung kolonialer Aneignungskontexte. Dabei wird auch beleuchtet, wie digitale Werkzeuge und Ansätze der Künstlichen Intelligenz die Analyse großer Datenmengen und die Erschließung von Quellen zunehmend unterstützen. Anhand ausgewählter Beispiele werden Herausforderungen, Abläufe und Praxis der Provenienzrecherche sowie aktuelle Strategien der Zusammenarbeit mit Herkunftsgemeinschaften erläutert. Ziel ist es, Grundlagen, Aufgaben und gesellschaftliche Relevanz einer transparenten, verantwortungsvollen Provenienzforschung aufzuzeigen.