Herbsttagung des Arbeitskreises Ausstellungen 2020

Hansestadt Lübeck, Schleswig-Holstein

»Da geht noch was – Wettbewerbe fair und transparent gestalten«

Die Corona-Pandemie verändert gerade unser Leben in einem ungeahnten Ausmaß. Wir alle wissen derzeit nicht, wie es mit Covid-19 weitergeht und ob bzw. wann Zusammenkünfte wieder stattfinden können. Sollte sich die Lage entspannen, wird unsere Herbsttagung wie geplant stattfinden.
Bitte bleiben Sie/bitte bleibt bis dahin gesund!

Wir wollen im nächsten September Gestalterwettbewerbe in den Fokus stellen.

Vielfach ist es für öffentliche Auftraggeber Standard, per Wettbewerbsverfahren den optimalen Entwurf bzw. die optimale szenografische Idee für Sonder- oder Dauerausstellungen zu finden. Jedoch beklagen zum einen mehr und mehr Museen, dass sich bei Ausschreibungen inkl. Pitch kaum noch ausreichend Anbieter beteiligen. Zum anderen monieren Ausstellungsgestalter*innen seit Jahren die für sie zu hohen Auflagen und einen unverhältnismäßigen Arbeitsaufwand, was unter anderem dazu führte, dass der Verband der Ausstellungsgestalter VerA sich in der HOAS gegen die Durchführung von Wettbewerben mit Abgabe einer Gestaltungsidee unter 250.000,- Euro Budget ausspricht.

Es scheint also einiges im Argen zu liegen, zumal häufig Unkenntnis darin besteht, wie Wettbewerbe für Dritte ausreichend beschrieben, Aufgaben klargestellt und Leistungen eindeutig formuliert werden. Während im Bereich Architektur, Städtebau und Landschaftsarchitektur sogenannte Wettbewerbsmanager*innen, in der Regel mit derselben beruflichen Qualifikation wie die Wettbewerbsteilnehmenden, das Prozedere koordinieren, wickeln in Museen und kulturellen Einrichtungen überwiegend in der Vergabe nicht geschulte Kurator*innen und Projektleiter*innen die Durchführung ab.

Wie aber gelingt ein fairer und transparenter Wettbewerb? Wie können Aufgaben so gestellt werden, dass sie »eindeutig und erschöpfend« beschrieben sind? Welcher Aufwand ist für die Bewerber angemessen und wie kann dieser bemessen werden? Nach welchen Kriterien wird verglichen und welche Bezahlung sollte für ein Wettbewerbsverfahren angesetzt werden?

Auf der Tagung werden best-practice Beispiele und lösungsorientierte Handlungsmuster von Kurator*innen, Gestalter*innen, Projektmanager*innen und Mitarbeiter*innen aus der Museums-beratung vorgestellt. Ergänzend dazu werden die rechtlichen Bestimmungen der Vergabeverordnung erläutert. Die Redebeiträge dienen zudem dazu, die bestehende Vergabeempfehlung des Deutschen Museumsbundes zu überarbeiten. Zusätzlich auf dem Programm steht eine Führung durch das Europäische Hansemuseum und die Durchführung einer Kollegialen Beratung.

Das vollständige Programm kann hier heruntergeladen werden.

 

Referent*innen (bisherige Zusagen)

Dr. Felicia Sternfeld, Direktorin Europäisches Hansemuseum Lübeck

Christina Meincke, Rechtsanwältin für Vergaberecht, Meincke Bienmüller Rechtsanwälte Berlin

Jan-Christian Warnecke, Landesmuseum Württemberg, Stuttgart

Dipl.-Ing. (FH) Susanne Zils M.A., Landesstelle für nichtstaatliche Museen in Bayern, Weißenburg

Ines Steffen, Ausstellungsmanagement LVR-Industriemuseum, Oberhausen

Susanne Belau, Ausstellungsagentur verb, Essen

Dr. Stefan Klessmann, Herausgeber der HOAS in Zusammenarbeit mit dem Verband der Ausstellungsgestalter in Deutschland, Berlin

Henning Meyer, Ausstellungsagentur space 4, Stuttgart

Dr. Rainhard Riepertinger, Haus der Bayerischen Geschichte, Augsburg

 

 

Adresse

Europäisches Hansemuseum Lübeck gGmbH
An der Untertrave 1
D-23552 Lübeck

Anmeldung

Ab dem 20.6.20 unter: ak-ausstellungen@posteo.de

Kosten

65,- € für Mitglieder, 85,- € für Nichtmitglieder