‚Neutralität‘ in Wissenschaft und Kultur – Eine juristische Einordnung

Berlin, Berlin

Im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Resilienz“ für Schutz und Stärkung der Provenienzforschung lädt die Initiative Provenienzforschung stärken! in Kooperation mit dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste zur vierten Sitzung mit dem Thema „’Neutralität‘ in Wissenschaft und Kultur – Eine juristische Einordnung“. Die Veranstaltung findet im Deutsches Zentrum Kulturgutverluste, Außenstelle Berlin, Seydelstraße 18, 10117 Berlin statt.

Im Kontext zunehmender politischer Angriffe auf Wissenschafts- und Kultureinrichtungen wird der Vorwurf mangelnder ‚Neutralität‘ häufig genutzt, um Forschungsinhalte, öffentliche Stellungnahmen oder institutionelles Handeln infrage zu stellen und zu diffamieren. Doch was bedeutet politische ‚Neutralität‘ aus juristischer Perspektive tatsächlich? Welche rechtlichen Rahmenbedingungen gelten für Wissenschaftler:innen, Museen und Forschungseinrichtungen? Wo verlaufen die Grenzen zwischen Wissenschaftsfreiheit, öffentlicher Positionierung und der Wahrung demokratischer Grundwerte?

Zur Einordnung dieser Fragen wird Rechtswissenschaftler Prof. Dr. Wolfgang Cremer im Gespräch mit der Provenienzforscherin und stellvertretenden Vorsitzenden des Arbeitskreis Provenienzforschung, Lisa Kern, die rechtlichen Grundlagen des Neutralitätsbegriffs erläutern und aufzeigen, welche Handlungsspielräume Wissenschafts- und Kultureinrichtungen besitzen. Im Anschluss werden im gemeinsamen Austausch die Bedeutung dieser Fragen für die Provenienzforschung diskutiert und Herausforderungen sowie mögliche Strategien im Umgang mit entsprechenden Vorwürfen und Angriffen reflektiert.

Anmeldung bis 1. September 2026 an: veranstaltungen.initiative.provenienzforschung@posteo.de 

zur Veranstaltung