Das Museum Europäischer Kulturen (MEK) der Staatlichen Museen zu Berlin veranstaltet im Forschungscampus Dahlem eine Tagung zu Standortbestimmung und Perspektiven alltagskultureller Museen.
In ihren Anfängen waren volkskundliche Museen und universitäre Disziplin eng miteinander verknüpft. Seitdem haben sie sich in verschiedene Richtungen entwickelt – aus den Volkskundemuseen wurden vielerorts Alltagskulturmuseen, aus der Volkskunde Europäische Ethnologie, Empirische Kulturwissenschaft oder Kulturanthropologie. In den letzten Jahrzehnten mussten sich die Alltagskulturmuseen ihren (disziplinären) Standpunkt und ihre gesellschaftliche Relevanz wiederholt neu erarbeiten.
Anlässlich der Pensionierung Elisabeth Tietmeyers als Direktorin des Museums Europäischer Kulturen werden die letzten Jahrzehnte in den Blick genommen. Die Tagung fragt nach den Veränderungen, parallelen oder gegenläufigen Entwicklungen beider Institutionen und dem Selbstverständnis der Alltagskulturmuseen heute. Und diskutiert zentrale Konzepte, Themenfelder und Interessen alltagskultureller Museen der jüngeren Vergangenheit. In der Zusammenschau soll so eine Standortbestimmung alltagskultureller Museen abgebildet werden.