Eröffnung der neuen Dauerausstellung "Gartenbau und Blumenbinden. Die Gärtnerei Weidmann 1919 - 2005"

Wer die Gärtnerei aus Rechtenbach im Freilichtmuseum Hessenpark in den letzten Wochen und Monaten aufmerksam beobachtet hat, konnte feststellen, dass in den verschiedenen Bereichen munteres Treiben herrscht. Die pädagogische Werkstatt im Gewächshaus wird regelmäßig für Schulprojekte genutzt und die Pflanzen aus dem Anzuchtgewächshaus erfreuen sich großer Beliebtheit.

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Erlebnis- und Genusszentrum für regionale Kulturpflanzensorten mit Tradition

Blauviolett schimmert die Stangenbohne „Blauhilde“ neben der stattlichen Zwiebel „Stuttgarter Riese“. Die beiden traditionellen, regionalen Pflanzensorten wachsen mit vielen anderen auf den Äckern und in den Gärten des Freilichtmuseums Beuren, in der Nähe von Stuttgart.

Mitte September 2019 wird dort ein „Erlebnis- und Genusszentrum für regionale Kulturpflanzensorten mit Tradition“ eröffnet. Dazu wird ein mehr als 100 Jahre altes Ausflugslokal in das Freilichtmuseum Beuren umgesetzt. In dem neuen Museumsgebäude wird das zukunftsweisende Thema Kulturpflanzenvielfalt lebendig und mit allen Sinnen präsentiert: Wie entsteht eine Sorte? Warum sind viele Sorten vom Aussterben bedroht? Was ist eine Genbank und warum sind alte Sorten wichtig für unsere Zukunft? Eine moderne Schauküche lässt die kulinarische Seite der alten Sorten ebenfalls nicht zu kurz kommen.

Die Gaststätten-Geschichte des Ausflugslokals, des Gartensaals aus Geislingen am Rande der Schwäbischen Alb, kann man dort ebenso kennenlernen. Darüber hinaus beleuchtet die Ausstellung die ländliche Gaststättenkultur dieser Region. Eine mehrschichtige, multimediale Vermittlung wird sie umfassend lebendig und nacherlebbar machen.

Finanziert wird die Umsetzung des Gartensaals aus Mitteln des Landkreises Esslingen als Museumsträger und des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg. Den Ausbau des Freilichtmuseums in Beuren zum Erlebnis.Genuss.Zentrum sowie die Präsentation der Hausgeschichte fördert der Landkreis Esslingen, die Ehmann-Stiftung Savognin/Köngen, der Förderverein Freilichtmuseum Beuren, der Verband Region Stuttgart sowie das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg.

Living History 1945 erstmals in Norddeutschland

Ein Sommer nach dem Krieg und doch in großer Not und Unsicherheit im Freilichtmuseum am Kiekeberg: Das war „1945. Der erste Sommer im Frieden“. Am vergangenen Wochenende (1. und 2. Juni) zeigten 60 Living-History-Darsteller, wie Einheimische, britische Soldaten und ankommende Flüchtlinge und Vertriebene den Alltag in der Übergangszeit meisterten. Lange vor dem Darstellungswochenende war das Interesse der Journalisten und entsprechend die Medienresonanz groß. Schließlich kamen über 3.000 Besucher jeden Alters zum Kiekeberg.

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Neue Vermittlungskonzepte für ältere Menschen

Im Fränkischen Freilandmuseum Fladungen stellen Konzeption und Erprobung neuer Veranstaltungsangebote für ältere Erwachsene einen Schwerpunkt der Vermittlungsarbeit dar. Im Sinne der sozialen und kulturellen Teilhabe sollten auch ältere und eingeschränkte BesucherInnen die Möglichkeit erhalten, das Museum zu besuchen und zu erleben. Seit der Saison 2018 werden zwei neue Formate für ältere Erwachsene angeboten. Sie richten sich zum einen an Personen, die immobil oder nur eingeschränkt mobil sind und Unterstützung durch eine Tagespflegeeinrichtung erhalten. Zum anderen an ältere Erwachsene, die mobil sind und ihren Tagesablauf selbst gestalten können. Fundament ist die Partizipation der TeilnehmerInnen. Der Erfolg dieses Pilotprojekts führte dazu, dass 2019 zusätzliche Kooperationen mit Einrichtungen eingegangen werden konnten. Weitere Bausteine auf dem Weg zum inklusiven Museum sind die im Frühjahr 2019 neu geschaffenen Hands-On-Stationen, die allen BesucherInnen spielerische und multisensorische Zugänge zu den Inhalten der Ausstellung bieten.

Nutzungs- und Sanierungskonzept für Refektorium in Veßra

Klostergeschichte am einzigartigen Ort, im Hennebergischen Museum Kloster Veßra! Für das im 12. Jahrhundert erbaute Refektorium des ehemaligen Prämonstratenser-Chorherrenstifts Veßra (eines der wenigen erhaltenen in Mitteldeutschland) liegt jetzt ein Nutzungs- und Sanierungskonzept vor. Das Konzept wurde gemeinsam mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten erarbeitet. Der frühere Speise- und Versammlungsraum diente über Jahrhunderte als Stall und Lager und befindet sich in einem schwierigen baulichen Zustand. Dennoch sind die romanische Bausubstanz, die spätgotische Holzbalkendecke und Reste der Wandmalerei erhalten geblieben: Ein einzigartiger Schatz von enormer kunst- und kulturhistorischer Bedeutung. Im Rahmen des Projekts „Refektorium: Schichten. Geschichten. Klostergeschichte“ soll das Gebäude restauriert sowie museal inszeniert und damit der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

Im Hennebergischen Museum Kloster Veßra wird auch das Bundesteilhabegesetz in die Praxis umgesetzt: Mit einem neuen, inklusiv geführten und liebevoll gestalteten Museumscafé. Ab dem Sommer 2019 soll – Dank der Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei – am historischen Ort mit einem Team von Menschen mit Handicap der Café-Betrieb aufgenommen werden: mit einer kleinen, feinen und auf regionale Produkte setzenden Karte.

Münsterländer Gräftenhof präsentiert sich in neuem Aussehen

Der Münsterländer Gräftenhof im LWL-Freilichtmuseum Detmold präsentiert sich fortan anders als bisher. Hell gestrichene Wände, rote Türen, Holzeinbauten und farbige Möbel: geben dem stattlichen Gräftenhof ein neues Aussehen. Die Museumswissenschaftler stützten sich dabei auf neueste wissenschaftliche Untersuchungen, die belegen, dass die Schultenhöfe im Münsterland um 1800 deutlich farbiger waren, als früher angenommen und nicht fachwerksichtig gestaltet waren. Ab Mitte Juli ist das 42 Meter lange und 15 Meter breite Haupthaus der Familie Schulte Bisping aus Alst bei Albersloh (Gemeinde Sendenhorst, Kreis Warendorf) von 1787 wieder für die Museumsbesucher geöffnet.

Was bedeutet Liebe in digital bewegten Zeiten, in denen Algorithmen den perfekten Partner für uns finden? Diese zentrale Frage rückt das LWL-Freilichtmuseum Detmold in seiner Sonderausstellung „Vergiss die #liebe nicht!“ bis zum 31. Oktober in den Mittelpunkt. Die Besucher sind per App zu einem Date mit diesen Liebesobjekten eingeladen: Diese App im Stile von Tinder und Co. sucht die für jeden Besucher spannendsten Objekte heraus. Bis zu 70 Objekte sind so abrufbar, die aus der Sammlung von Louise Loué und ihrem „Museum der Liebesobjekte“ stammen. Es handelt sich um sehr individuelle Exponate und die dazugehörigen humorvollen, berührenden oder skurrilen Liebes- und Trennungsgeschichten. Und auch die Besucher können sich mit ihrer eigenen Geschichte und einem Objekt einbringen. So entsteht eine Ausstellung in Bewegung, die sich in Teilen im Laufe der Saison – virtuell und real – ständig verändert.

An einigen Stationen im Gelände werden darüber hinaus historische Liebesgeschichten erzählt, von der Eheanbahnung oder Bindungen aus Vernunft bis zur Liebesheirat, von der heimlichen bis zur tragischen Liebe.

Kindheit und Jugend im Quelle-Fertighaus – Zeitzeugen erinnern sich

Das Haus der Familie Gröll aus Winsen kommt in die „Königsberger Straße“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg.
Kindheit und Jugend in einem außergewöhnlichen Haus: Die Söhne der Familie Gröll aus Winsen/Luhe zogen 1968 mit ihren Eltern Walter und Gisela in ein Fertighaus aus dem Versandhaus-Katalog. Dieses Quelle-Haus wird Teil der neuen „Königsberger Straße“ im Freilichtmuseum am Kiekeberg, die das Leben nach 1945 zeigt. Jetzt blicken Matthias und Ronald Gröll auf ihre Kindheit und Jugend zurück. Ihre Lebenserinnerungen, Familienschätze und die originale Einrichtung werden am Kiekeberg zu sehen sein. Sie zeigen den Besuchern, wie eine Familie in den 1970ern lebte. Das Quelle-Haus wird im Sommer 2019 ins Freilichtmuseum gebracht und voraussichtlich Mitte 2021 eröffnet.

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