Politische Wirksamkeit

Der Museumssektor mit mehr als 7000 Institutionen muss in jeder kulturpolitischen Entscheidung berücksichtigt werden. Als Orte für Bildung und Austausch stärken Museen die Debattenkultur und sind für eine demokratische Gesellschaft und ihre Themen unverzichtbar. Darum brauchen sie eine starke Stimme.

Wir agieren proaktiv, um museumsbezogene Themen bei der Politik, in den führenden Medien und bei Partnerverbänden zu platzieren. Wir greifen gesellschaftspolitische Themen auf und diskutieren diese mit Bezug auf die Rolle der Museen und ihre Arbeit. Dabei beziehen wir Stellung für die Interessen der Museen und ihrer Mitarbeiter:innen, veröffentlichen zukunftsorientierte Positionen und herausfordernde Visionen, die wir breit kommunizieren. 

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Sebastian Schwarzenberger
030 – 84 10 95 17
office@museumsbund.de

Selbständig oder nicht? Seit 2022 sorgt die Abgrenzung zwischen Selbstständigkeit und Beschäftigung für erhebliche Unsicherheit. Ein wegweisendes Urteil aus dem Musikschulbereich wirkt bis in den Museumssektor – besonders in den Bereich Bildung und Vermittlung, potenziell jedoch für alle Honorarkräfte. Aktuell gilt eine Übergangsregelung, die nun bis Ende 2027 verlängert wurde. Der Deutsche Museumsbund hat eine eigene Website eingerichtet, die relevante Informationen zu diesem Thema bündelt. Dort informieren wir über aktuelle Entwicklungen und verweisen auf fachspezifische Austauschformate unserer Fachgruppen und Arbeitskreise. Und in einem Gastbeitrag stellt Rechtsanwalt Dr. Rolf Zeissig den Stand der Dinge aus juristischer Sicht vor.

Der Deutsche Museumsbund setzt sich gemeinsam mit weiteren Partnern für die Fortführung des Bundesprogramms „Kultur macht stark“ ein. Als einer von insgesamt 27 Programmpartnern ermöglicht er mit „Museum macht stark“ Kindern und Jugendlichen die Teilhabe an musealen Bildungsangeboten. In einem gemeinsamen Positionspapier fordern die beteiligten Verbände die Fortführung des Programms ab 2028 für mindestens 5 weitere Jahre.

Der Deutsche Museumsbund ist Mitglied im Deutschen Kunstrat und unsere Geschäftsführerin Teil des Sprecherrats des Deutschen Kulturrats. Wir unterstützen die Stellungnahme zur Kunstfreiheit und Unabhängigkeit von Jurys. Nach den Vorfällen bei der Berlinale und beim Deutschen Buchhandlungspreis fordert der Deutsche Kulturrat Kulturstaatsminister Weimer auf, die Kunstfreiheit zu achten und die Unabhängigkeit von Jurys zu garantieren.

Beim Sondervermögen Infrastruktur der Länder können auch Kultureinrichtungen bedacht werden. Die Verteilung von 100 Milliarden Euro auf die Länder erfolgt nach dem Königsteiner Schlüssel – also zu zwei Dritteln berechnet nach dem Steueraufkommen und zu einem Drittel berechnet nach der Bevölkerungszahl. Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat fordern wir, dass die Kultur integraler Teil des von der Bundesregierung beschlossenen Investitionspakets wird.

Politisches Engagement gehört seit seiner Gründung im Jahr 1917 zu den zentralen Aufgaben des Deutschen Museumsbundes. Doch was bislang meist reaktiv und hinter den Kulissen ablief, wird nun verstärkt aktiv gestaltet und somit viel schneller in den Fokus der Öffentlichkeit gerückt. Es ist heute schlichtweg nicht mehr möglich, nicht politisch zu sein – auch der Deutsche Museumsbund sieht sich immer häufiger in der Pflicht, sich zu positionieren.​ 

Um über das KRITIS-Dachgesetz hinaus die gesamtstaatlichen strategischen Ziele und politischen Maßnahmen zur Stärkung der Resilienz Kritischer Infrastrukturen festzulegen, sollte gemäß einer EU-Richtlinie aus dem Jahr 2022 bis zum 17. Januar 2026 eine nationale Strategie zur Verbesserung der Resilienz Kritischer Infrastrukturen (Nationale KRITIS-Resilienzstrategie) verabschiedet werden. Sie wird die derzeit gültige KRITIS-Strategie der Bundesregierung aus dem Juni 2009 aktualisieren und erweitern. Ebenfalls im Jahr 2022 hat die Bundesregierung die „Deutsche Strategie zur Stärkung der Resilienz gegenüber Katastrophen“ verabschiedet.

Am 29. Januar 2026 hat der Bundestag das KRITIS-Dachgesetz verabschiedet. Der Bundesrat hat diesem Gesetz in seiner Sitzung am 6. März 2026 zugestimmt. In einer begleitenden Entschließung gibt es zahlreiche Kritikpunkte. Einen eigenen Sektor Kultur und Medien wird es in diesem Gesetz nun allerdings definitiv nicht geben. Das Gesetz kann nun ausgefertigt und verkündet werden, es tritt zum überwiegenden Teil am Tag nach der Verkündung in Kraft. Die Kultur findet in der Gesetzesbegründung Erwähnung. Dort wird festgehalten, dass der Sektor Kultur und Medien bereits seit 2011 im Rahmen einer Bund-Länder-Verständigung als Bestandteil der Kritischen Infrastruktur anerkannt ist. Der Deutsche Museumsbund hat die Entstehung des Gesetzesentwurfs kritisch begleitet und wird sich auch weiterhin an der Ausgestaltung beteiligen.

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Foto: Werner Huthmacher

Der Leitfaden zeigt, wie Museen mit den Megatrends Diversität und Migration in allen Bereichen arbeiten können, und bietet praxisnahe Hilfestellungen für den Transformationsprozess hin zu mehr Öffnung und Vielfalt. Als praktisches digitales Instrument für alle Museumsmacher:innen bietet er einen niedrigschwelligen Zugang zu diesen Themen.

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Die Checkliste ergänzt den Leitfaden “Standards für Museen” und sensibilisiert Museumsmitarbeiter:innen für eine konstruktive und nachhaltige Zusammenarbeit mit Museumsträgern und Verwaltung. Arbeiten Sie transparent, kommunizieren Sie anschlussfähig, seien Sie ein aktiver Teil der Gesellschaft.

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Käthe Kruse singt zur Eröffnung ihrer Ausstellung Jetzt ist alles gut in der Berlinischen Galerie (7. März bis 16. Juni 2025) das Lied MARIA von Die Tödliche Doris. Es handelt von der kleinen Maria, die Strophe für Strophe im Moor versinkt. Das Kissen dient als Instrument, um die Gesangspassagen von nah und fern erklingen zu lassen, das gedämpfte Hineinschreien verdeutlicht die wachsende Verzweiflung der rufenden Eltern, während Maria als Stern zum Firmament aufsteigt. Foto und ©: Linus Muellerschoen

Die aktuelle Ausgabe der Museumskunde versammelt die zentralen Beiträge und Debatten der Jahrestagung 2025 „Museen stärken Demokratie“ und ergänzt diese um internationale Perspektiven. Sie zeigt, wie Museen weltweit im Spannungsfeld von Politik und Öffentlichkeit agieren und welche Strategien sie zur Sicherung ihrer Autonomie entwickeln. Die Ausgabe steht jetzt auch zum kostenfreien Download zur Verfügung.

Cover mit Aufschrift Handreichung 2025, Museen im politischen Raum: Spielräume kennen, Haltung zeigen
Cover Handreichung Museen im politischen Raum ganz neuer Titel

Die Handreichung „Museen im politischen Raum: Spielräume kennen, Haltung zeigen“ bietet einen Überblick über die wichtigsten rechtlichen Instrumente und Rahmenbedingungen im Museum. Anhand von konkreten Beispielen zeigt die Publikation, welche rechtlichen Handlungsspielräume Museen besitzen.

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Das erste Museumspraktikum für Politiker:innen ist abgeschlossen. Barbara Klepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur & Tourismus und Präsidentin der Kulturministerkonferenz der Länder, hat einen Tag lang im Industriemuseum Chemnitz mitgearbeitet. Mit dem neuen Format stärken wir den Dialog mit der Politik und sensibilisieren für die Arbeit hinter den Kulissen. Das Video zum Praktikum ist jetzt online verfügbar.

Um die Zukunftsfähigkeit der deutschen Museen zu gewährleisten, bedarf es einer verlässlichen und nachhaltigen Unterstützung durch den Bund. Als Interessenverband der Museen und ihrer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben wir klare Bedarfe und Voraussetzungen identifiziert, die dafür unerlässlich sind. Unsere Forderungen an die Bundesregierung lesen Sie hier. 

Der Koalitionsvertrag von SPD, CDU und CSU für die 21. Legislaturperiode liegt vor. Wir haben den Koalitionsvertrag auf unsere 10 Forderungen hin gesichtet und fassen hier die wichtigsten Inhalte zusammen. 

Die Unabhängigkeit der Museen muss gewährleistet sein, Museen müssen in ihrer Arbeit, der Wahl ihrer Inhalte und in der Kommunikation frei sein. Eine unserer zentralen Forderungen ist daher: Die Aufnahme der Museen in Art. 5 Abs. 3. GG muss diskutiert werden. 

Museen tragen als Orte der Bildung, Begegnung und gesellschaftlichen Teilhabe eine besondere Verantwortung. Sie können Visionen einer nachhaltigen Zukunft vermitteln und durch ihr Handeln einen wichtigen Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit und Klimaschutz leisten. In enger Zusammenarbeit mit Museumsfachleuten und Expert:innen haben wir eine museumsspezifische Nachhaltigkeitszertifizierung entwickelt. Ziel ist es, ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeitsaktivitäten im Museumsbereich zu systematisieren, zu stärken und langfristig messbare sowie wirksame Nachhaltigkeitsstandards für den gesamten Sektor zu etablieren. Nach einer unabhängigen Prüfung durch DEKRA können Museen ihr Engagement mit dem Siegel „Ausgezeichnet nachhaltig!“ nach außen sichtbar machen.

SiLK SicherheitsLeitfaden Kulturgut stärkt mit seinen einführenden Abhandlungen, Fragebögen und dem Wissenspool die Sensibilität rund um das Thema Sicherheit in kulturbewahrenden Einrichtungen. Das SiLK-Themenkapitel „Gewalttaten“ (Kapitel 14) wurde nun grundlegend überarbeitet und damit den aktuellen Gegebenheiten angepasst. So werden Szenarien bewaffneter Konflikte und andere Gewalttaten gegenüber Einrichtungen mit Kulturgut wie Terror und Zerstörung von kritischer Infrastruktur als neue Risikofaktoren mit einbezogen.

Eine neue internationale Spezialeinheit – die Cultural Heritage Response Unit (CHRU) – steht ab sofort bereit, um bedrohtes Kulturgut in Krisen- und Katastrophensituationen schnell zu sichern. Entwickelt wurde sie vom Technischen Hilfswerk, dem Leibniz-Zentrum für Archäologie und dem Deutschen Archäologischen Institut. Die Einheit kann unter anderem Schäden erfassen, Kulturgüter dokumentieren, bergen und evakuieren sowie erste Maßnahmen zur Konservierung und Stabilisierung einleiten. Zum Einsatz kommt sie, wenn betroffene Länder nach Katastrophen internationale Hilfe anfordern, in der Regel nach Abschluss der lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

Für die Unterstützung von Rückgabeprozessen wird künftig ein Koordinierungsrat eingerichtet. Darauf haben sich das Auswärtige Amt, die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien sowie Länder und Kommunen in einem kulturpolitischen Spitzengespräch verständigt. Denn in mehreren Ländern haben sich bereits staatliche Strukturen und Rückgabegremien gebildet, die einen abgestimmten Dialog mit Deutschland suchen. Dem kann nun besser entsprochen werden.

Die Bundesstiftung Aufarbeitung fördert Veranstaltungen, Publikationen und Medienangebote, die sich mit der Geschichte und den Folgen der kommunistischen Diktatur befassen und die Erinnerungskultur stärken. Im Förderschwerpunkt „Geteilte Geschichte – Gemeinsame Gegenwart“ werden zudem Projekte unterstützt, die historisches Wissen vermitteln und zur aktiven Auseinandersetzung mit der Geschichte von Teilung und Einheit anregen. Bewerben können sich unter anderem Vereine, Verbände, Hochschulen und Einrichtungen der politischen Bildungsarbeit. Die Antragsfristen für das kommende Jahr enden im Sommer diesen Jahres.  

Wie gelingt es, den Museumsnachwuchs für kulturpolitische Fragen zu begeistern, und welche Themen beschäftigen Volontär:innen im Alltag besonders? Das neubesetzte Ressort Kulturpolitik im Arbeitskreis Volontariat bringt Akteur:innen des Kulturbetriebs gezielt mit Volontierenden zusammen. Interessierte, die ihre Arbeit in einem kurzen digitalen Vortrag vorstellen und mit Volontierenden ins Gespräch kommen möchten, sind herzlich eingeladen, sich zu melden.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert die Aufarbeitung von Sammlungen, in denen Kulturgüter aus der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) und der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in Zusammenhang mit Verfolgungs- oder Willkürmaßnahmen entzogen oder abhandengekommen sind. Die Förderung unterstützt Einrichtungen dabei, verlässliche Angaben zu früheren Eigentümer:innen, möglichen Verlustvorgängen und nicht einvernehmlichen Erwerbungen zu ermitteln. Gefördert werden insbesondere die Provenienzforschung zu Sammlungsbeständen – von Erstchecks über kurzfristige bis hin zu langfristigen Projekten – sowie Grundlagenforschung. Anträge können bis zum 1. April 2026 eingereicht werden.

Mit „Übermorgen“ fördert die Kulturstiftung des Bundes die Weiterentwicklung von Kultureinrichtungen in deutschen Großstädten. In der ersten Förderphase haben sich zahlreiche Museen beteiligt: Mehr als insgesamt 50 Kultureinrichtungen und Verwaltungen in über 30 Großstädten entwickelten bereits Konzepte, wie ihre Häuser künftig arbeiten und wirken sollen. Die verbindlichen Förderkriterien für die zweite Förderphase werden im Herbst 2026 veröffentlicht. Antragsberechtigt sind Institutionen aus deutschen Großstädten mit mehr als 100.000 Einwohner:innen – unabhängig davon, ob sie bereits in der ersten Förderphase teilgenommen haben.

Die neuen Leitlinien zum Umgang mit Kulturgütern und menschlichen Überresten aus kolonialen Kontexten von Bund und Ländern orientieren sich in vielen Punkten an den Empfehlungen des Deutschen Museumsbundes. Sie bieten einen klaren Rahmen für den Umgang mit kolonialem Erbe und richten sich insbesondere an öffentliche Museen und Sammlungen, deren Träger sowie die Kulturpolitik. Geplant sind unter anderem ein Gremium als Ansprechpartner für Herkunftsländer sowie ein beratendes internationales Expert:innennetzwerk.

Im Podcast Dienstags im Koi sprechen Jens Bortloff, kaufmännischer Geschäftsführer und Vizedirektor des TECHNOSEUM sowie ehemaliger Sprecher unseres Arbeitskreises Verwaltungsleitung, und Anja Hoffmann, Teamleitung Didaktik und Vermittlung der DASA Arbeitswelt Ausstellung und Sprecherin unseres Arbeitskreises Bildung und Vermittlung, mit Hostin Kristin Oswald über Anerkennung, Vergütung und Zukunftsperspektiven der musealen Bildungsarbeit. Auch das Herrenberg-Urteil wird diskutiert, das zusätzliche Herausforderungen für die professionelle Vermittlungsarbeit mit sich bringt.

Das Förderprogramm „Start2Act“ der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) unterstützt Träger der Kulturellen Bildung bei der Prävention sexualisierter Gewalt an Kindern und Jugendlichen. Mit einem kostenfreien Materialpaket unterstützt die BKJ Einrichtungen der Jugend-, Bildungs- und Kulturarbeit dabei, Kinderschutz vor Ort sichtbar zu machen. Auch Museen sind als zentrale Bildungsorte eingeladen, die Materialien kostenfrei zu bestellen.

Seit dem 28. Juni gelten weitere Bestimmungen der EU-Einfuhrverordnung für Kulturgüter. Die Verordnung schützt das kulturelle Erbe von Herkunftsstaaten außerhalb der Europäischen Union und soll die Verbringung sowie den Handel mit unrechtmäßig ausgeführten Kulturgütern in der EU erschweren. Museen können sich für bestimmte Zwecke für ein privilegiertes Verfahren registrieren.

Das NEMO-Barometer zum politischen Einfluss auf Museen in Europa zeigt, dass die zunehmende gesellschaftliche Polarisierung Museen verstärkt unter Druck setzt. Politischer Einfluss gefährdet ihre Unabhängigkeit und ihren Ruf als vertrauenswürdige Kulturinstitutionen. Laut Barometer nehmen über 70 % der Befragten eine wachsende Polarisierung in ihren Ländern wahr. Eine wachsende Einflussnahme spüren die Museen insbesondere in den Bereichen Finanzierung und Haushaltsbeschränkungen, Programme und Ausstellungen sowie Personalentscheidungen.

Der Kulturkompass der EU ist eine strategische Initiative, die Kultur als zentralen Bestandteil der europäischen Politik stärkt. Er definiert vier Handlungsachsen: Werte und Rechte, Unterstützung von Künstler:innen, Wettbewerbsfähigkeit und internationale kulturelle Beziehungen – und leitet daraus konkrete Maßnahmen ab. Ziel ist es, langfristige Rahmenbedingungen für Kultur und Kreativwirtschaft zu schaffen, Herausforderungen zu adressieren und die Teilhabe aller Bürger:innen am kulturellen Leben zu fördern.

Mit dem Barrierefreiheitsstärkungsgesetz (BFSG) stehen Museen vor der Aufgabe, ihre digitalen Angebote und bestimmte Hardware barrierefrei zu gestalten und so mehr Teilhabe zu ermöglichen. Seit Juni 2025 gelten verbindliche Anforderungen, die im Fall der Museen vor allem ihre digitalen Angebote wie Websites, Apps sowie digitale Ticket- und Informationssysteme betreffen. Auch wenn sich die Museen ihrer Verantwortung als inklusive Orte des kulturellen Lebens bewusst sind und viele Häuser konkrete Maßnahmen für mehr Teilhabegerechtigkeit umsetzen, stellt sie das Gesetz vor Herausforderungen und erfordert zusätzliche Ressourcen. Mit einführenden Informationen und praktischen Tipps bieten wir Ihnen einen Einstieg ins Thema.

Gemeinsam mit dem Deutschen Kulturrat setzen wir uns für eine Vereinfachung und Modernisierung des Steuerrechts im Kulturbereich ein. Sie unterstützt die im Koalitionsvertrag vorgesehene Intensivierung des Bürokratieabbaus. Konkret fordern wir einen einheitlichen Umsatzsteuersatz von 7 % für alle künstlerischen und kulturellen Leistungen sowie ein Optionsrecht für Kultureinrichtungen bei der Umsatzsteuerbefreiung.

Zentrale Neuerungen sind die Möglichkeit der einseitigen Anrufung durch Anspruchsberechtigte sowie die Verbindlichkeit der Entscheidungen, die für mehr Rechtssicherheit sorgt.

Seit 2001 geben Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände die „Handreichung zur Umsetzung der Erklärung der Bundesregierung, der Länder und der kommunalen Spitzenverbände zur Auffindung und Rückgabe NS-verfolgungsbedingt entzogenen Kulturgutes, insbesondere aus jüdischem Besitz“ heraus. Die zuletzt 2019 aktualisierte Fassung wurde nun erneut überarbeitet und enthält zahlreiche Neuerungen.

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Institut für Museumsforschung

„Der ökonomische Fußabdruck von Museen. Das sichtbare Kapital.“ ist der Titel der neuesten Studie des Instituts für Museumsforschung. Die repräsen-tative Untersuchung betrachtet erstmals auf nationaler Ebene die wirtschaftlichen Effekte, die durch die Arbeit von Museen entstehen. Ein zentrales Ergebnis: Jeder von der öffentlichen Hand in Museen investierte Euro ermöglicht eine direkte Wert-schöpfung von 1,70 Euro und trägt darüber hinaus dazu bei, dass durch touristische Ausgaben weitere 2,40 Euro an Wertschöpfung generiert werden.

Unsplash, Foto: Michael Dziedzic

Gemeinsam mit vier Museumsberatungsstellen in den Ländern hat der Deutsche Museumsbund eine Studie zu Kultur- und Museumsbesuchen in Deutschland in Auftrag gegeben. Die Ergebnisse sind nicht nur museumspolitisch relevant: 80 % sehen Museen als vertrauenswürdig und zuverlässig, 82 % betrachten sie als Hüter unseres kulturellen Erbes. 71 % finden, dass Museen helfen, die Gesellschaft besser zu verstehen, und 54 % der 18- bis 49-Jährigen wünschen sich, dass Museen sich an gesellschaftlichen Debatten beteiligen. Übrigens geht etwa ein Drittel der Bevölkerung mindestens einmal pro Jahr ins Museum.

Titelblatt der Studie „Das verborgene Kapital: Vertrauen in Museen in Deutschland“ © Staatliche Museen zu Berlin, Institut für Museumsforschung

Das Institut für Museumsforschung hat die erste bevölkerungsrepräsentative Studie zu Vertrauen in Museen in Deutschland veröffentlicht. Demnach besitzen besonders Museen das Potenzial, das gesellschaftliche Zusammengehörigkeitsgefühl zu stärken und Vertrauen in kulturelle Institutionen insgesamt zu befördern.

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Foto: Brad Switzer, Unsplash

Politische Haltung zeigen ist heute wichtiger denn je. Denn es gilt analog zum Kommunizieren: Man kann nicht nicht politisch sein. Um den Herausforderungen, Krisen und Konflikten unserer Zeit zu begegnen und auch in schwierigen Situationen sprech- und handlungsfähig zu bleiben, haben wir Werte festgelegt, die basierend auf dem Grundgesetz die Grundlage unserer Arbeit bilden und unsere Haltung zur gesellschaftlichen Rolle der Museen beschreiben. 

Foto: Zachary Keimig, Unsplash

Seit seiner Entstehung im Jahr 1917 ist der Deutsche Museumsbund politisch aktiv. Mal lauter, mal weniger laut und meist hinter den Kulissen wurden viele Entwicklungen begleitet. Doch so präsent wie heute war das Thema Politik im Verband noch nie. Erfahren Sie hier mehr über auf die Geschichte und das Engagement des Verbands.