26. Fachgruppentag Geschichtsmuseen und Arbeitskreis Bildung und Vermittlung

Allheilmittel oder Selbstaufgabe? 

Ein Zwischenstand zu Erfahrungen, Chancen und Grenzen der Partizipation in Museen

Historisches Museum Frankfurt/Main, 8. bis 10. November 2018

 

Partizipation gehört in den letzten Jahren zu den Schlagwörtern, die in jeder Debatte über die Zukunft der Museen aufgerufen werden. Häufig verharrt die Diskussion in der Dichotomie von Partizipation als Allheilmittel einerseits und als Bankrotterklärung andererseits. Zu den Erwartungen an das, was Partizipation leisten soll, gehören die Öffnung des Museums, die Entwicklung eines neuen Publikums und die Integration von marginalisierten gesellschaftlichen Gruppen sowie die Förderung von Demokratiebewusstsein. Gleichzeitig prägen Ängste die Debatte, wie beispielsweise der Verlust von Glaubwürdigkeit und Deutungshoheit, das Wagnis ergebnisoffener Projekte und Prozesse oder die Verärgerung des Stammpublikums.

Gerade für die historischen Museen ist das Thema Partizipation mit seinen Implikationen von großer Bedeutung. Nachdem nun mit partizipativen Projekten in vielen Museen sowie mit einer Reihe von wissenschaftlichen Publikationen Partizipation ein erprobtes und erforschtes Konzept geworden ist, scheint die Zeit reif für eine Zwischenbilanz. Die Tagung fragt nach Bedingungen des Gelingens und nach Erfahrungen des Scheiterns. Welche Erkenntnisse können für die Arbeit der Kuratoren*innen oder Kulturvermittler*innen einen neuen Impuls, eine kreative Anregung bieten?  

Wo kann Partizipation in historischen Museen sinnvoll eingesetzt werden? Welche Zielsetzungen haben sich als geeignet erwiesen? Wo sind die Chancen und wo die Grenzen der kulturellen Teilhabe in Museen? Welche Konsequenzen lassen sich für die veränderten Aufgaben des Museumsteams festhalten? Zu diskutieren ist, welchen Gewinn das Museum auf der einen Seite und die Teilnehmenden auf der anderen Seite durch Partizipation erhalten können.