Die Sammlung der Kunsthalle Bielefeld, die auf bald hundert Jahre Sammlungsgeschichte zurückblickt, umfasst vor allem deutsche, aber auch internationale Kunst vom späten 19. bis ins 21. Jahrhundert. Im Rahmen des vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste und vom Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen geförderten zweijährigen Forschungsprojekts
Systematische Provenienzforschung des städtischen Bestands in der Kunsthalle Bielefeld (Zeitraum 1933 bis 1974 / Gemälde und Bildwerke)
suchen wir ab 01.04.2026 eine*n wissenschaftliche*n Mitarbeiter*in.
Es sollen die Provenienzen von Gemälden und Bildwerken (Skulpturen/Plastiken), die zwischen 1933 und 1974 (bis einschließlich der Amtszeit von Direktor Dr. Joachim Wolfgang von Moltke) ins Haus kamen, auf NS-verfolgungsbedingten Entzug untersucht werden.
Ihre Aufgaben umfassen unter anderem
- systematische Überprüfung der Provenienzen von 194 Gemälden und Bildwerken, die im Zeitraum zwischen 1933 und 1974 ins Haus kamen (eine erste Vorprüfung zur Definierung des Untersuchungsgegenstands fand bereits statt)
- Dokumentation und Erstellung von Provenienzdossiers
- Verfassen von Zwischen- und Abschlussbericht
- Unterstützung der Transparenzmaßnahmen und bei der Vermittlung des Projekts
Ihr Profil
- abgeschlossenes wissenschaftliches Hochschulstudium der Provenienzforschung, der Kunstgeschichte oder Geschichte (Master/Diplom) oder vergleichbare Qualifikation
- nachgewiesene Erfahrung in der Provenienzrecherche zu NS-verfolgungsbedingt entzogenem Kulturgut
- umfassende Kenntnisse zum Kunsthandel sowie zu Händler*innen- und Sammler*innen-Netzwerken während der Zeit des Nationalsozialismus und der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg
- Erfahrung in der Archivarbeit, im Umgang mit Kunstwerken und in der Quellenauswertung
- Erfahrung bei der Durchführung von Projekten
- selbständige und sorgfältige Arbeitsweise
- ausgeprägte Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit, verbunden mit entsprechender Sensibilität im Umgang mit der Thematik
- sehr gute Ausdrucksfähigkeit in Wort und Schrift (Deutsch und Englisch)
- Sicherheit im Umgang mit gängiger Standardsoftware und Datenbanksystemen
Wir bieten
- flexible Arbeitszeiten (Gleitzeit) mit einem festen Arbeitsplatz
- Zugehörigkeit zu einem engagierten und kollegialen Team
Die Einstellung erfolgt befristet für zwei Jahre zu den Bedingungen des Tarifvertrages für den öffentlichen Dienst der Länder (E 13, TV-L). Die regelmäßige Wochenarbeitszeit beträgt 40 Stunden (Vollzeit).
Ihre Bewerbung ist bei uns willkommen, gleich Ihrer Nationalität, Herkunft, Religion und Weltanschauung, sexuellen Orientierung, geschlechtlichen Identität, Ihres Alter oder Beeinträchtigung.
Ihre Bewerbung senden Sie bitte digital als zusammenhängendes pdf bis zum 01.02.2026 an:
Thomas Kosfeld, Verwaltungsleitung, kosfeld@kunsthalle-bielefeld.de
Für inhaltliche Rückfragen steht Ihnen die Sammlungsleiterin gern zur Verfügung.
Dr. Henrike Mund, mund@kunsthalle-bielefeld.de, +49 (0)521- 3299950-39.
Achtung! Bitte senden Sie Ihre Bewerbungen direkt an die Einrichtung, die
die
Stelle ausschreibt, und nicht an den Deutschen Museumsbund.
Vielen Dank!