Nina Nustede

Nina Nustede leitet den Museumsbetrieb im Deutschen Marinemuseum Wilhelmshaven, in welchem sie zudem für Presse & Marketing zuständig ist. Schwerpunkt ihrer Tätigkeit ist die Profilierung der Sammlung und damit auch die Ausgestaltung der sich im Aufbau befindenden Digitalen Sammlung.

 

Nina Nustede ist Referentin bei der Session Born digital objects sammeln am Montag, 3. Mai 2021, 11.45 Uhr.

Ein „born digital object“ und der Umgang mit diesem, welches die Sammlung des Deutschen Marinemuseums aktuell beschäftigt, ist der Twitteraccount der Kommandantin eines Minensuchbootes der Deutschen Marine. Während dieser zwar als privater Account gekennzeichnet ist, so zeigt er doch den Arbeitsalltag bzw. die Lebenswelt der Soldatin im Dienst und folgt dabei gleichzeitig den Social Media-Guidelines für die militärischen und zivilen Angehörigen der Bundeswehr. Neben den technischen Hürden, diese Accounts sinnvoll und langfristig aufzubewahren, stellen sich hier zudem rechtliche und auch sozialwissenschaftliche Fragen. Spätestens dann, wenn ein Beitrag der Kommandantin in einer Ausstellung o.ä. verwendet werden soll, sollte dies mit ihr besprochen werden. Ab diesem Zeitpunkt an wüsste diese allerdings, dass ihr Account als digitales Objekt in der Sammlung des Marinemuseums existiert und mitgeplottet wird, was ggf. Auswirkungen auf ihre Tweets haben könnte. Während Twitter selbst bereits die technischen Mittel zu einem Export eines Accounts als PDF oder Excel-Datei, die regelmäßig von einer verantwortlichen Person upgedatet werden muss, liefert, sind rechtliche Fragen über die Nutzungsbedingungen bei Twitter
sowie letztendlich in Absprache mit der Accountinhaberin zu klären. Hinsichtlich einer möglichen Beeinflussung seitens des Deutschen Marinemuseums dieses „born digital objects“ soll dieser Prozess in der Objektdokumentation durch die Dokumentation der Kommunikation mit der Kommandantin eingebunden werden.