© Staatliche Museen zu Berlin

Mit Motivationstypen und Visitor Journey zu Persona

Die Staatlichen Museen zu Berlin möchten ihre Besucher- und Nutzer*innen besser verstehen und entwickeln aus den Ergebnissen Persona.

Wir

Die Staatlichen Museen zu Berlin (SMB) beteiligen sich an dem Projekt museum4punkt0 mit dem Teilprojekt „Visitor Journeys neu gedacht“. In diesem Rahmen erproben wir, wie sich die vielfältigen Kontaktpunkte von Besucher- und Nutzer*innen durch digitale Technologien unterstützen und verbinden lassen.

Unsere Ziele

Wir möchten verstehen, wer unsere Besucher- und Nutzer*innen sind, wer sie folglich nicht sind, was sie erwarten und welche Bedürfnisse sie haben, wenn sie ein Museum besuchen. Grundthese der Studie ist, dass sich die Besucher*innen der SMB nach Besuchsmotivationen unterscheiden lassen und jeder Motivationstyp eine andere Visitor Journey hat. Visitor Journey meint hier das Zusammenspiel der verschiedenen individuellen und situativ stets verschiedenen Kontaktpunkte der Besucher- und Nutzer*innen mit dem Museum – vor, während und nach dem Besuch.

Unser Vorgehen

Über einen Zeitraum von einem halben Jahr befragten wir Besucher*innen von sechs verschiedenen Häusern der SMB. Dabei verwendeten wir den im Besucherforschungsprojekt KulMon genutzten Fragebogen, den wir um Fragen zur Besuchsmotivation, digitalem Informationsverhalten und die Nutzung von mobilen Endgeräten erweiterten. Daran anknüpfend führten wir 20 Tiefeninterviews mit Besucher*innen eines exemplarischen Hauses der SMB (Gemäldegalerie) durch.

Unsere Ergebnisse

Wir erfuhren viel über die verborgenen Motivationen, Gedanken sowie tieferliegenden Verhaltensmotive der Besucher*innen. Eine grafische Aufbereitung ermöglichte, diese in ihrer individuellen Visitor Journey sichtbar zu machen. Die Ergebnisse wurden dann mit denen der quantitativen Erhebung untermauert und verdichtet.

Nutzung der Ergebnisse

Aus den zusammengeführten Ergebnissen erstellten wir Persona. Das sind Nutzermodelle, die spezifische Zielgruppensegmente mit ihren jeweiligen Ausprägungen repräsentieren. So werden die Besucher- und Nutzer*innen lebendig und bilden die Basis für die Entwicklung exemplarischer Museumserlebnisse. Eine Persona, die aus dem Projekt entstanden ist:

Robert, 43 Jahre und Sales Manager aus Köln. Er begreift Museen als wichtigen Ort, den man gesehen haben muss. Er ist Experience Seeker. Roberts Visitor Journey beginnt, indem er im Internet nach interessanten Ausstellungen und Museen sucht, um sich dann für die Gemäldegalerie zu entscheiden. In der Ausstellung wünscht er sich zusätzliche Informationen und Interaktion mit den Bildern mithilfe einer digitalen Anwendung, zum Beispiel einer App. Nach dem Besuch sucht er sich gezielt Informationen zu seinem Erlebnis. Dafür wünscht er sich interaktive Formate, sucht im Internet oder liest im Katalog.

Unsere Empfehlung für andere Museen

Die Ergebnisse sowie eine Toolbox für Besucher- und Nutzerforschung mit Empfehlungen für die Museumslandschaft werden etappenweise im Laufe diesen Jahres auf der Website und im Blog veröffentlicht:

https://www.museum4punkt0.de.