UrhWissG – Konsequenzen für die Katalogbildfreiheit

Mit dem Wissenschaftsurheberrecht wurden Änderungen in der Katalogbildfreiheit umgesetzt. Bisher wurde die Vervielfältigung und Verbreitung von Werken in Verzeichnissen, die im Zusammenhang mit einer Ausstellung stehen oder der Dokumentation von Beständen dienen, in § 58 Abs. 2 UrhG festgelegt. Demnach war die kostenlose und genehmigungsfreie Verbreitung von urheberrechtlich geschützten Werken in Katalogen im zeitlichen Zusammenhang mit einer Ausstellung an der Museumskasse zulässig, wenn damit kein eigenständiger Erwerbszweck verfolgt wurde. Im neuen UrhWissG ist die sehr veränderte Katalogbildfreiheit unter § 60e Abs. 3 enthalten. Demnach ist die Veröffentlichung urheberrechtlich geschützter Werke zur Dokumentation des Bestandes oder im Zusammenhang von Ausstellungen genehmigungsfrei zulässig, die Verbreitung unterliegt jedoch dem Vergütungsanspruch (§60h) unabhängig vom zeitlichen Bezug zur Ausstellung (Bestandskatalog oder Sonderausstellung).